Wanderup : Oase – ein Ort für Schüler in Not

Im Baugebiet Kamplang in Wanderup kann demnächst wieder gebaut werden.
Im Baugebiet Kamplang in Wanderup kann demnächst wieder gebaut werden.

Die Gemeindevertretung sagt der Wanderuper Schulsozialarbeiterin volle Unterstützung zu. Der Streit um das Baugebiet Kamplang ist begelegt – es kann wieder gebaut werden.

shz.de von
17. August 2018, 12:15 Uhr

Wanderup | „Bei Gesprächsbedarf finden Sie mich in der Oase“, erklärte Gudrun Foltin, Wanderups Schulsozialarbeiterin. Seit 2013 ist sie an der Grundschule tätig. Sie war auf Einladung in die Gemeindevertretung gekommen, um über ihre Arbeit zu berichten. Ihre ursprünglich auf fünf Schulstunden vereinbarte Arbeitszeit wurde mittlerweile auf neun Zeitstunden aufgestockt. Die Oase, der Raum neben dem Lehrerzimmer, sei ein Ort für alle Kinder, Eltern und Lehrkräfte, die Unterstützung in problematischen Situationen in der Schule oder Zuhause brauchen, erklärte Foltin. Kinder, die reden möchten, könnten dienstags und donnerstag von 9 bis 12 Uhr in die Oase kommen. „Da haben Sie die volle Unterstützung der Gemeindevertretung“, bedankte sich die Bürgermeisterin Ulrike Carstens für die Ausführungen.

In Sachen Bauleitplanung. mussten durch Formfehler zwei Beschlüsse erneuert werden. Außerdem wurde für eine Sonderbaufläche „Zentrum für Dienstleistungen im Bereich Landwirtschaft/Viehhandlung“ im Ortsteil Birkwang ein Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst. Der ursprüngliche Plan wurde einstimmig aufgehoben.

Das sehr gut angenommene Schwimmprojekt der Grundschule soll nach Meinung der Gemeindevertreter unbedingt fortgeführt werden. Die Bürgermeisterin wird sich darum bemühen, dass der Unterricht künftig in der Kleinschwimmhalle in Eggebek stattfinden kann. Die Kosten von 9000 Euro wurden vorsorglich in den Haushalt 2018 eingestellt.

Die neue Gemeindevertretung möchte den Bau- und Wegeausschuss teilen und die Hauptsatzung entsprechend ändern. Die dritte Nachtragssatzung sieht vor, einen Umwelt- Wege- und Breitbandausschuss zu gründen und den verbleibenden Ausschuss in Bauausschuss umzubenennen. Der Landrat muss der Änderung zustimmen. Die CDU wird drei Mitglieder, der SSW zwei, die SPD und die DGW je ein Mitglied stellen.

Bei dem Beschluss über den Trägerschaftsvertrag für die neue Kindertagesstätte im Bildungscampus blieb der SSW bei seiner Meinung, dem Gewinner der Ausschreibung seine Stimmen zu verweigern. Der Leitende Verwaltungsbeamte Lars Fischer erläuterte, dass Voraussetzung für diesen Vertrag eine Lösung bezüglich des Bewegungskonzeptes zwischen dem DRK und dem Landessportverbandes gefunden werden muss. Mit zehn Ja-Stimmen wurde beschlossen, den Vertrag mit der Ergänzung mit dem DRK abzuschließen.

In nichtöffentlicher Sitzung wurde ein Kompromiss mit dem Landwirt am Baugebiet Kamplang gefunden. Dort standen zu hohe Geräuschemissionen in der Nacht einer Genehmigung im Wege. Es wurde eine Lösung gefunden, die notariell besiegelt werden muss. Einer kurzfristigen Resterschließung steht damit nichts mehr im Wege.

Wie in der letzten Sitzung versprochen, habe am Badesee ein Ortstermin mit der Polizei stattgefunden, erläuterte die Bürgermeisterin in ihrem Verwaltungsbericht. Es seien wieder mehrere Fahrzeuge aufgeschrieben worden, die im absoluten Halteverbot standen. Erfreulich sei auch, dass die ie Markierung für Fußgänger und Radfahrer in der Tarper Straße/Süderweg endlich fertig gestellt worden sei. Der Auftrag zur Aufbringung der Verschleißschicht im Gewerbegebiet ist ebenfalls seit Langem vergeben und soll nun ausgeführt werden. Die Entwässerungsrinne im Kamplanger Weg ist auf einigen Metern durch Baufahrzeuge teilweise zerbrochen. Nach Beendigung der Arbeiten soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

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