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Handball Champions League : Nur ein kleiner Schritt Richtung Köln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Champions League: Die SG Flensburg-Handewitt kommt im Viertelfinal-Hinspiel zu einem 24:22 gegen Vardar Skopje.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2014 | 21:27 Uhr

Flensburg | Die SG Flensburg-Handewitt muss noch ein verdammt dickes Brett bohren, um zum großen Ziel – das Final4 der Champions League in Köln –  zu gelangen. Im Viertelfinal-Hinspiel  kam der deutsche Vizemeister in eigener Halle gegen HC Vardar Skopje nur zu einem 24:22 (13:14)-Erfolg und muss sich jetzt ganz warm anziehen für das Rückspiel am kommenden Samstag in der berüchtigten  Boris-Trajkowski-Halle mit ihren 7000 heißblütigen Fans.

Die SG tat sich gegen den mazedonischen Spitzenclub über die gesamte Spielzeit schwer und konnte nicht an die Glanzleistungen der anderen beiden deutschen Vertreter THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen anknüpfen. „Mit dem Sieg bin ich zufrieden, aber wir können besser spielen“, bilanzierte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. „Das wird ein ganz hartes Stück Arbeit im Rückspiel für uns.“ Dieser Meinung schloss sich sein Pendant auf Skopje-Seite, Coach Raul Gonzales, an: „Für uns wird das im zweiten Duell genauso schwer wie heute.“

Die physisch enorm robusten Gäste präsentierten sich in der Flensarena abgeklärt und clever und zeigten, dass es kein Zufall gewesen war, dass sie in der Runde zuvor den Titelverteidiger HSV Hamburg aus dem Rennen geworfen hatten. Die SG fing zwar gut an (5:2/6. und 8:5/12.), ließ dann aber stark nach. Zwei Strafzeiten und einige schwache Torabschlüsse brachten sie aus dem Tritt. Angeführt vom starken Regisseur Igor Karacic übernahm Vardar peu à peu das Kommando. Da die Flensburger Angreifer große Probleme gegen die massive Deckung und den 37-jährigen Petar Angelov (41 Prozent gehaltener Bälle im ersten Durchgang) im Vardar-Tor hatten, wendete sich das Blatt. Als Rechtsaußen Matjas Brummen  die erste Führung (12:13/28.)  für die Mazedonier erzielte, wurde es leise in der mit 4200  Zuschauern nicht ausverkauften Flensburger Arena.

Trainer Vranjes („Wir haben in der ersten Halbzeit zu flach in der Abwehr gestanden“) reagierte und brachte Torhüter Sören Rasmussen und Rückraumspieler Jim Gottfridsson für die unauffälligen Mattias Andersson und Drasko Nenadic.    Eine  gute Maßnahme. Denn urplötzlich waren wieder Tempo, Dynamik  und Emotionen im Spiel der Hausherren. Jetzt stimmten Engagement und Aggressivität – und das Ergebnis. Aus einem 14:16-Rückstand (33.) machten sie ein 20:17 (41.). Die beste Flensburger Phase mündete in einer 24:20-Führung, ehe der SG-Express dann wieder an Fahrt einbüßte.

Am Ende verpassten Mogensen und Co. einen höheren Sieg, weil sie einfach zu viele hundertprozentige Chancen vergaben und immer dabei wieder am überragenden Angelov scheiterten. Es passte ins Bild eines letzlich unbefriedigenden Abends, dass der letzte Treffer von Linksaußen Anders Eggert wegen angeblich abgelaufender Spielzeit nicht zählte. So steht der SG nun ein ganz schwerer Gang am kommenden Samstag beim heimstarken Überraschungsteam der Champions League bevor. Alles ist offen.

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Rasmussen (ab 31.) - Karlsson, Nenadic (1), Eggert (6/3), Glandorf (4), Mogensen (4), Svan (6), Weinhold, Heinl (1), Gustafsson (n.e.), Gottfridsson (2), Bogunovic (n.e.), Radivojevic (n.e.), Knudsen (1).

Vardar Skopje: Aldave, Angelov - Kozlina, Pribak (1), Toskic (3), Rakovic, Petric, Karacic (9/3), Dujshebaev (1), Abutovic (), Lazarov (1), Dibirov (3/2), Brumen (4), Chipurin.

Schiedsrichter: Dinu/Din (Rumänien).

Zeitstrafen: - 5:3. - Siebenmeter: 3:8.

Zuschauer:  4200.

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