Nospa: Unbemannte Filiale für Burgplatz

Bald ohne Personal: Die künftige SB-Filiale Burgplatz. Foto: Borm
Bald ohne Personal: Die künftige SB-Filiale Burgplatz. Foto: Borm

shz.de von
26. Oktober 2010, 03:59 Uhr

Flensburg | Auf der Westlichen Höhe werden die Wege für manchen Sparkassenkunden mit persönlichem Beratungsbedarf ab kommender Woche länger. Nach 76 Jahren Sparkasse am Burgplatz schließt die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) zum 1. November die Mitarbeiter-Filiale am Burgplatz. Es bleiben Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Überweisungsterminal - als sogenannte SB-Filiale. Wer direkten Mitarbeiter-Kontakt wünscht, muss künftig rund zwei Kilometer weiter zur Friesischen Straße, wo die neue Filiale 2008 den Vorgänger am Ochsenmarkt ablöste, zur Hauptstelle am Holm oder in die Neustadt, wo es in der Walzenmühle ebenfalls eine moderne Nospa-Filiale gibt. "Die Parkmöglichkeiten am Burgplatz waren ziemlich schlecht", sagt Nospa-Sprecher Burkhard Lauritzen. Hier seien für die Sparkasse keine Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden gewesen. Die Filialschließung sei eine Einzelmaßnahme, der Standort habe bereits in der alten Flensburger Sparkasse zur Disposition gestanden. Weitere Filialschließungen in Flensburg, wo im Zuge der Fusion auch der Standort am Südermarkt einer unbemannten SB-Filiale wich, seien nicht geplant - und einen Zusammenhang mit dem Sparkonzept, dem gerade 130 Vollzeitstellen bei der Nospa zum Opfer fallen, gebe es nicht.

Vertriebsdirektor Fin Kraft indessen nennt einen anderen Grund für die Veränderungen auf der Westlichen Höhe: "Wir haben beobachtet, dass sehr viele unserer Kunden aus dem Stadtteil Duburg zum Einkaufszentrum Friesischer Berg fahren." Die vier Mitarbeiter der alten Filiale Duburg würden zukünftig das dann achtköpfige Team am Friesischen Berg verstärken.

Insgesamt unterhalte die Nospa in Flensburg nun noch acht Mitarbeiterfilialen - ohne die Hauptstellen am Holm.

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