Unesco-Schule in Weiche : Nikolaus am Mückenteich

Winterteich in Weiche: Schüler der Unesco-Projekt-Schule erlernen spielerisch den Umgang mit der Natur. Foto: richardsen
Winterteich in Weiche: Schüler der Unesco-Projekt-Schule erlernen spielerisch den Umgang mit der Natur. Foto: richardsen

shz.de von
08. Dezember 2010, 06:53 Uhr

Flensburg | Es ist ein kalter Wintermorgen. Der Wald am Mückenteich in Weiche ist schneebedeckt, aus der Ferne sind Kinderstimmen hörbar. Sie gehören der Klasse 4b der Unesco-Projekt-Schule Weiche. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Birga Görtz und der Waldpädagogin Gudrun Perschke-Mallach entdecken sie die Natur direkt vor ihrer Schule.

An diesem Tag stellen sie die Geschichte "Nikolaus im Wald" szenisch dar. Einer der Jungen ist als Nikolaus verkleidet und verteilt Geschenke an die Tiere des Waldes, seine Klassenkameraden. "Damit soll den Kindern das Prinzip des Teilens näher gebracht werden - und dass Weihnachten nicht nur aus Konsum besteht " , sagt Birga Görtz. Nach dem Schauspiel sucht die Schulklasse Tierspuren im Schnee und baut eifrig Höhlen, als Futterplätze für die richtigen Tiere des Waldes. Therapiehund Merle erweist sich auch als echtes Waldtier und beginnt schon mal, die Nüsse für Vögel und Rehe zu fressen.

Viele Kinder hätten den Zugang zur Natur verloren, erklärt die Waldpädagogin. Ihr Ziel sei es, spielerisch Umweltwissen zu vermitteln. "Ganzheitliche Umweltbildung ist eine Grundvoraussetzung, damit Kinder selbstbewusstes Denken und Handeln lernen und sich kritisch mit ihrer Umwelt auseinander setzen", erläutert Perschke-Mallach. Ihr kreativer Ansatz und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, gefallen den Kindern. Es sei lustig und mache Spaß, sagt Esther aus der 4b. Ihre Klassenkameradin Nadja ergänzt: "Vor allem besser als Mathe." Zum Abschluss des Tages, der gleichzeitig der Abschluss des seit September bestehenden Projekts bedeutet, basteln die Kinder Nikolausfiguren aus Holz. Das Waldprojekt fördere die sozialen Kompetenzen der Schüler. Im Wald arbeiteten sie zusammen, das sei in der Schule oft anders, erklärt Görtz. "Das Entdecken der Natur ist ein guter Gegenpol zum Computer zu Hause", fügt sie hinzu. Aus diesem Grund hofft Birga Görtz, dass das Projekt verlängert werde.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen