Ausschüttung : Niedrige Zinsen bringen weniger Geld

An Bord der „Alexandra“ gaben Nospa-Chef Thomas Menke (unten rechts) und Oberbürgermeister Simon Faber (oben rechts) die Empfänger der Fördermittel bekannt.
An Bord der „Alexandra“ gaben Nospa-Chef Thomas Menke (unten rechts) und Oberbürgermeister Simon Faber (oben rechts) die Empfänger der Fördermittel bekannt.

Flensburger Sparkassenstiftung schüttet 39 500 Euro aus / Das Geld geht an 17 gemeinnützige Einrichtungen

shz.de von
09. Oktober 2014, 12:00 Uhr

Weniger Gießkanne, mehr Konzentration – so lautet die neue Politik der Flensburger Sparkassenstiftung. Durch die anhaltend niedrigen Zinssätze steht der Stiftung in jedem Jahr weniger Geld zur Verfügung, das sie an gemeinnützige Einrichtungen in Flensburg ausschütten kann.

Deshalb hat sich der Stiftungsvorstand um Nospa-Chef Thomas Menke dazu entschieden, die Ausschüttungssumme in Höhe von 39 500 Euro lieber auf einige wenige Projekte zu verteilen, als allen nur wenig Geld zukommen lassen zu können: „Wer in diesem Jahr leer aus geht, hat dafür beim nächsten Mal die Gelegenheit, mehr zu bekommen.“ In diesem und in den nächsten Jahren werde sich die Sparkassenstiftung aber im Wesentlichen auf den Erhalt der ,Alexandra’ für Flensburg konzentrieren, erklärte Menke.

15 000 Euro fließen in einen Geldtopf, aus dem der Austausch des angeschlagenen, über 100 Jahre alten Dampfkessels des Salondampfers bezahlt werden soll. „Vor zehn Jahren haben wir schon einmal die grundlegende Renovierung des Schiffes mit viel Engagement unterstützt“, sagte Menke, „da sehen wir es als unsere Bürgerpflicht, dieses für die Stadt so wichtige Projekt auch weiterhin zu fördern. Der Kessel ist schließlich das Herzstück eines Dampfers.“ Damit jeder sich ein Bild davon machen konnte, wohin die 15000 Euro fließen, fand die Bekanntgabe der Fördermittel-Empfänger erstmalig an Bord der Alexandra statt – und nicht wie sonst in den Räumen der Nospa. Diese Aufgabe übernahm Oberbürgermeister Simon Faber, der auch Vorsitzender des Stiftungsbeirates ist.

Über einen warmen Geldsegen konnten sich neben dem Kuratorium des Salondampfers auch die Verantwortlichen von 16 anderen Einrichtungen freuen. Dabei bildeten deutsch-dänische Kulturprojekte sowie die Unterstützung von Nachbarschaftsinitiativen den Schwerpunkt. Summen zwischen 1000 und 3000 Euro verteilte Faber unter anderem an den Flensburger Jugendring für den Ausbau des Skateparks Alter Schlachthof, die Kulturwerkstatt Kühlhaus für das Deutsch-Dänische Kindertheaterfestival oder den Verein der Musikfreunde zu seinem 50-jährigen Bestehen.

Zusätzlich zu den 39500 Euro konnten noch 7700 Euro aus dem Krause Guul-Sondervermögen verteilt werden, das die Stiftung verwaltet. Diese Mittel werden in kleinen Einzelbeträgen laufend in Kooperation mit der Seniorenstelle der Stadt für dringend notwendige Anschaffungen bedürftiger alter Menschen verwendet.

Trotz der Zinzproblematik konnte Nospa-Chef Menke seinem Publikum versichern, dass es mit den Ausschüttungen der Sparkassenstiftung auch in Zukunft weitergehen wird. „Durch eine gute Anlagenpolitik geht es der Flensburger Sparkassenstiftung immer noch besser als vielen anderen Stiftungen. Für die nächsten zwei Jahre ist dadurch eine vernünftige Ausschüttung gewährleistet.“

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