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Flensburger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 18:07 Uhr

Newcomer aus Nordfriesland

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ove Thomsen setzt ganz auf die Musik / Mit neuem Album und Band im April im Volksbad

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 16:50 Uhr

Ein bisschen scheint er aus der Zeit gefallen zu sein. Mit seiner lockigen Matte und dem zeitlosen Schifferpullover hat er so gar nichts gemein mit der modischen Masse der Gleichaltrigen. Ove Thomsen ist auch einer, der sein Gegenüber duzt, das erleichtert die Kommunikation. An diesem Nachmittag spielt er ein paar seiner Songs in einem Laden, der sich auf Vinyl-Musik spezialisiert hat. Auch das passt zu Ove.

Szenenwechsel, Rückblick. Im Sommer 2015 lässt eine bunte Truppe von Musikern an der östlichen Hafenspitze, unweit des Beach-Clubs, aufhorchen. Hier spielen acht junge Musiker komplett ohne Verstärkung wunderbare Musik, Songs auf Englisch, die zu einem Sommerabend am Wasser perfekt passen. Die Band heißt „Torpus & the Art Directors“, stammt im Kern aus Niebüll und ist wenig später zu Gast bei der Premiere des Festivals „A Summer’s Tale“ in Luhmühlen bei Lüneburg. Sönke Torpus ist der Leadsänger, sein Alter Ego ist Ove Thomsen an der Gitarre. Doch es geht auch anders herum: Ove Thomsen macht den Leadgesang und Sönke Torpus unterstützt ihn als Sideman. So läuft es bei der Band „Game Ove und die Spielfiguren“. Da Ove keine Lust mehr hat, das Wortspiel im Bandnamen zu erklären, heißt sie ab sofort nur noch wie ihr Kopf, nämlich „Ove“. Wichtigster Unterschied zu den „Art Directors“: Oves Lieder sind auf Deutsch.

Auch wenn Oves Musik kein Soul ist: Sie hat viel mit der Seele zu tun. „Die Quelle der Songs sind mein Schmerz und meine Verzweiflung“, sagt er. Auf Deutsch könne er so viel besser seine Emotionen ausdrücken. Seine Lieder sind poetisch und wortstark, manchmal etwas verrätselt und verspielt: „Ich bin ein blinder Hund, ich führ’ dich an der Leine entlang.“ Sein Album heißt „Ich will mir nicht so sicher sein.“ Es gehe ihm stets mehr um den Inhalt als um den Reim. Schreiben sei für ihn eine Art Selbsttherapie, „und es tut gut, sich Dinge von der Seele zu singen“. Wie das klingt, kann man sich am 22. April im Volksbad anhören. Dann tritt Ove mit seiner Band erstmals groß in Flensburg auf.

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