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Stadtteilforen Flensburg : Neustart für Fruerlund

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Jahr nach der abgeschlossenen Sanierung des Viertels soll das Stadtteilforum wiederbelebt werden und mitgestalten - Teil 9 der Serie Stadtteilforen im Flensburger Tageblatt

In fast allen Stadtteilen gibt es mittlerweile Bürgerforen, die sich um die Belange des Viertels kümmern. Sie müssen von der Stadtverwaltung bei Planungen, die den Stadtteil betreffen, gehört werden. Doch wer ist in den Foren aktiv? Wir stellen die elf Foren in einer Serie vor. Heute: der Runde Tisch Fruerlund.

Fruerlund steht vor einem Neuanfang. Mit dem Ende der Sanierung des Stadtteils und dem Fertigfest vor einem Jahr ist gewissermaßen die Keimzelle des Runden Tischs Fruerlund überflüssig geworden. Doch Gründe, sich weiterhin in die Gestaltung des eigenen Umfelds einzumischen, gibt es weiterhin, finden damals wie heute Engagierte – und laden zur Wiederbelebung des Forums ein.

Die aus der Kommunalpolitik bekannten Fruerlunder Rolf Helgert und Andreas Rothgaenger ergreifen die Initiative. Und machen schon mal Nägel mit Köpfen: Gleich nach Pfingsten, am 26. Mai, um 19 Uhr soll die konstituierende Sitzung des neuen alten Forums stattfinden. Im Haus des Selbsthilfe-Bauvereins (SBV). „Das ist aber keine Veranstaltung der Genossenschaft, sondern von den Bürgern und für die Bürger“, betont Frank Raguse. Der Flensburger und „gefühlte Fruerlunder“ hat vor über 20 Jahren als genossenschaftlicher Sozialarbeiter begonnen. „Dass das eine Lebensaufgabe wird, hätte ich damals nicht gedacht.“ Inzwischen wird Raguse Quartiersmanager genannt und sieht als solcher seine Aufgabe auch darin, gute Nachbarschaft und bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Bürger kommen zu ihm, wenn sie wie kürzlich den Wunsch nach einem Platz zum Boule verspürten. Raguse verfügt über die Kontakte, die in Windeseile Wünsche wahr machen. Selbst wenn „beim Nachbarn seit einer halben Stunde der Rauchmelder piept“, wie Raguse berichtet, werde er angesprochen. „Haben Sie schon mal die Feuerwehr angerufen?“, war seine Reaktion, erinnert er sich lächelnd.

Während der Runde Tisch ruhte, habe man sich bemüht, den Kontakt zum Rathaus zu halten, sagt Wif-Mann Andreas Rothgaenger. Bei der Kommunalwahl 2008 gewann er für Fruerlund das Direkt-Mandat. Dauerthemen für das künftige Forum bleiben aus seiner Sicht beispielsweise Bohlberg und Ostlandstraße, die Parkplatzsituation und der Umbau der Gerhart-Hauptmann-Straße.

Das Viertel habe durch die Sanierung eine Aufwertung erfahren, findet Rolf Helgert. Es werde sich weiterhin verändern, erwartet der 57-jährige Sozialdemokrat und hofft, dass dies im Sinne des Bürgers geschieht. Die Basis gebe es dafür bereits. Ihm habe es „immer Spaß gemacht, Dinge zu bewegen“, sagt Helgert und bringt sich deshalb wieder ein.

Bereits erschienen: Forum Tarup am 7. April, Forum Weiche (8. April), Forum Mürwik (10. April), Rude-Forum (13. April), Forum Jürgensby/Sandberg (14. April), Verein Flensburger Norden (20. April), Verein zur Erhaltung der östlichen Altstadt (22. April) und Arbeitskreis Flensburg Nord (23. April).


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erstellt am 24.Apr.2015 | 08:00 Uhr

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