Stadtteile in Flensburg : Neustadt und Nordstadt: Multikulturell und finanzkräftig

Schön gelegen: Der Ostseebadweg führt auf die betriebsame Apenrader Straße, anders herum geht’s runter zum Strand.
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Schön gelegen: Der Ostseebadweg führt auf die betriebsame Apenrader Straße, anders herum geht’s runter zum Strand.

Die Sanierungsvorhaben in den Flensburger Stadtteilen Neustadt und Nordstadt kommen voran. Stadtteilforen wünschen sich jedoch mehr bürgerschaftliches Engagement.

shz.de von
03. Januar 2018, 07:50 Uhr

Flensburg | Die Flensburger Stadtteile Neustadt und Nordstadt haben viel gemein, unter anderem einen hohen und laut Sozialatlas steigenden Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Da der Arbeitskreis Flensburger Norden (AKFN), hervorgegangen aus der Kooperation des ADS-Jugendtreffs Ramsharde, der AAK und der Comenius-Schule) in vielerlei Hinsicht im Stadtteil zusammenarbeiten, haben die Akteure Cordelia Feuerhake, Lothar Baur und Peter Kröber auch die Fragen gemeinsam beantwortet:

Engagiert im Norden: Cordelia Feuerhake und Peter Kröber.
Engagiert im Norden: Cordelia Feuerhake und Peter Kröber.
 

Was ist das Besondere an Ihrem Stadtteil, der ihn von allen anderen unterscheidet?

Er unterscheidet sich mit vielen Merkmalen von allen anderen Stadtteilen. Viele wissen nicht, dass er die höchste Anzahl an Arbeitsplätzen in der Stadt aufweist und somit durch sein Steueraufkommen beträchtlich an den Kosten des Gesamthaushaltes der Stadt beiträgt. Das Bild der Neustadt ist zunehmend auch durch die Flüchtlingssituation multikulturell geprägt. Teilweise ist die Flensbuger Neustadt ein sozialer Brennpunkt geworden.

Auf welchem Gebiet hat sich im Stadtteil im Jahr 2017 etwas bewegt?

Zwei der Sanierungsmaßnahmen sind sichtbar vorangekommen: Skolehaven und das Stadtteileinkaufszentrum.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2017 im Stadtteil liegen geblieben ist?

Die übrigen Großprojekte der Sanierung sind noch nicht konkretisiert. Als Stadtteilforen wünschen wir uns mehr bürgerschaftliches Engagement in den Foren, da die Fülle der Aufgaben zunimmt.

Wie soll es mit diesem Thema weitergehen und wie könnte es vorankommen?

Bezüglich der Sanierungsmaßnahmen haben wir wenig konkrete Einflussnahme. Wir werden uns in diesem Jahr um eine bessere Öffentlichkeitsarbeit bemühen.

Welches weitere Thema wollen Sie 2018 anpacken?

Wir werden alle im Stadtteil tätigen Vereine einladen, um gemeinsame Themen auszuloten. Und wir werden wieder eine Kulturwoche am Wasserplatz veranstalten.

Wir zufrieden sind Sie mit dem Kontakt zwischen Forum und Rathaus?

Da sind wir sehr zufrieden. Seit der Einführung des Büros für Engagement und Beteiligung hat sich die Zusammenarbeit verbessert.

Wie beurteilen Sie das erste Amtsjahr der Oberbürgermeisterin mit Blick auf den Einsatz für Ihren Stadtteil?

Wir haben bisher kein Stadtteilthema an sie herangetragen.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der neuen Flensburger Ratsversammlung, die im Frühjahr gewählt wird?

Wir wünschen uns eine ganz besondere Aufmerksamkeit für die Bedarfe und Entwicklungen im Flensburger Norden und die soziale Situation in der gesamten Stadt.
 

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