Osterallee Flensburg : Neues Wohnen statt Spielepark

Hier wird die Zufahrt zum Wohnareal (hinten) liegen: Der Sanitärbetrieb (r.) gehört nicht zum Plangebiet.
Hier wird die Zufahrt zum Wohnareal (hinten) liegen: Der Sanitärbetrieb (r.) gehört nicht zum Plangebiet.

Auf dem Areal der Soccer-Arena und des „SumSum“ sollen 60 bis 65 Wohnungen entstehen – der Baubeginn ist noch offen.

shz.de von
09. März 2018, 06:41 Uhr

Flensburg | Das Bauen in Flensburg geht weiter. Im Stadtteil Mürwik verändert der städtebauliche Gemischtwarenladen am östlichen Ende der Osterallee sukzessive sein Gesicht. Ein hufeisenförmiges Gebäude mit hochwertigen Wohnungen wird derzeit bezogen. Gegenüber wächst das erste von mehreren Mehrfamilienhäusern aus dem Boden. Und jetzt konkretisiert sich die Planung für das Areal der Soccer-Arena und des Indoor-Spielparks „SumSum“.

Der Umwelt- und Planungsausschuss hat jetzt den Entwurf für ein Projekt mit drei angewinkelten, in Ost-West-Richtung stehenden Baukörpern mit zusammen 60 bis 65 Wohnungen beschlossen. Auch geht man – wie gegenüber – deutlich in die Höhe: Der Entwurf der Architekten Holt & Nicolaisen sieht bis zu fünf Vollgeschosse plus Staffelgeschoss vor. Damit werden diese Häuser im Blickfeld der westlich liegenden, eingeschossigen Ökohaussiedlung am Goldregen aus den 90er Jahren liegen. Der Grüngürtel dazwischen bleibe allerdings erhalten, betonte Stadtplaner Jonas Rømer im Umwelt- und Planungsausschuss.

SumSum-Inhaber Thomas Boelk bleibt angesichts des Planungsfortschritts entspannt. „Wir haben hier einen Mietvertrag bis 2024“, bekräftigt er. „Wir sind im Gespräch mit unserem Vermieter, der uns nichts von einer baldigen Kündigung gesagt hat.“

Auch Architekt Christoph Holt geht nicht von einem Baubeginn noch in diesem Jahr aus. Der Satzungsbeschluss, der sicher irgendwann im Sommer ansteht, zwinge den Bauherrn nicht zu einer raschen Umsetzung. Holt erklärt, dass man nicht zuletzt wegen möglicher Lärmkonflikte mit den benachbarten Gewerbebetrieben (McDonald’s, Bäckerei, Tischlerei) planerische Klarheit haben wollte.

15 geförderte Wohnungen mit einer gedeckelten Miete sieht der Bauherr vor. Vertreter nahezu aller Fraktionen betonten, dass diese Zahl unbedingt zu halten sei; SPD-Mann Axel Kohrt kündigte an, der Planung bei einer Reduzierung der Zahl nicht zuzustimmen. Geplant sind neben den üblichen Stellplätzen vier besondere Stellplätze für „nachhaltige Mobilität“; sie könnten zum Beispiel mit Elektro-Zapfsäulen ausgestattet werden.

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