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FAB Flensburg : Neues Wohnen am unteren Sandberg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Unmittelbar nach Abschluss des Canceley-Projektes kündigt der FAB den Baubeginn für zwei große Häuser nahe der Heinrichstraße an.

Die 3614 Genossen des Flensburger Arbeiter-Bauvereins (FAB) dürfen sich über den zweiten Rekordgewinn in Folge in der 139-jährigen Geschichte freuen – er beschert ihnen in Zeiten dürftiger Sparbuchzinsen immerhin vier Prozent Dividende auf ihre Geschäftsanteile.

1,35 Millionen Euro Jahresüberschuss hat der FAB im Geschäftsjahr 2016 bei 13,6 Millionen Umsatzerlösen erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote liegt konstant bei 23,8 Prozent – und das, obwohl der FAB mit 158 Wohnungen in den vergangenen vier Jahren gut 23 Millionen Euro in die fünf Neubauten „Auf der Canceley“ an der Kanzleistraße investiert hat – das größte FAB-Neubauvorhaben seit den 70er Jahren.

„Das Ergebnis ist noch etwas besser als gedacht“, berichteten die Vorstandsmitglieder Michael Kohnagel und Andreas Mundt unmittelbar nach der Vertreterversammlung gegenüber dem Tageblatt. Der Leerstand sei leicht gesunken, und mit der Neuvermietung erziele man etwas höhere Preise. Allerdings werde die Genossenschaft nun kaum Jahr für Jahr von Rekord zu Rekord eilen können.

Der Start für das nächste Bauprojekt indes liegt steht schon unmittelbar bevor. Nahe der Einmündung der komplett neu gestalteten Straße Sandberg in die Heinrichstraße baut der FAB 40 neue Wohnungen zwischen 30 und 80 Quadratmetern Größe. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Canceley-Projekt 500 Meter weiter südlich sind unverkennbar. Allerdings sei noch nicht sicher, ob die Häuser den hellen oder doch einen roten Klinkerstein bekommen. Wenn dieses Projekt angeschlossen sei, habe der Arbeiter-Bauverein seinen Wohnungsbestand durch Neubautätigkeit um rund zehn Prozent erhöht. 20 Monate sind als Bauzeit vorgesehen: „Wir wollen Anfang 2019 fertig sein“, sagt Kohnagel. Und Mundt ergänzt: „Wir glauben, dass das ein attraktives Quartier wird.“ Pro Wohnung ein Parkplatz sei hier am Sandberghang schon aus Platzgründen nicht möglich, wo zudem sechs Meter hohe Stützmauern am Berg eingezogen werden müssen. „Wir glauben, dass es so stadtnah ist, dass nicht jeder ein Auto braucht“, sagt Kohnagel. Dagegen wünsche die Satzung der Stadt zwei überdachte Fahrradplätze pro Wohnung. Jedenfalls hofft der FAB, dass sein Projekt helfe, das Quartier rund um Angelburger und Heinrichstraße aufzuwerten. Außerdem setzt er auf eine bunte Mietermischung von Mitte 20 bis Mitte 70 – wie an der Kanzleistraße.

Mit den 40 Einheiten vom unteren Sandberg plant der FAB bis 2020/21 insgesamt 100 neue Wohnungen. Dafür stehen 15 Millionen Euro bereit. Im gleichen Zeitraum sollen weitere 14,5 Millionen Euro in Modernisierung und Instandhaltung fließen. Zum Beispiel würde auf der Rude, an der Waldstraße und der Schulze-Delitzsch-Straße die Aufzüge saniert. Die Durchschnittsmiete im FAB-Bestand betrug 2016 rund 5,10 Euro pro Quadratmeter. Die Neubaumieten liegen mit 8,49 Euro deutlich höher.

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