Kirche in Flensburg : Neues Pastoren-Ehepaar in der Christuskirche

Vor der Christuskirche: Wiebke und Tobias Drömann.
Vor der Christuskirche: Wiebke und Tobias Drömann.

Am Sonntag war Einführungsgottesdienst für Wiebke und Tobias Drömann

shz.de von
02. September 2017, 16:03 Uhr

Die Christuskirche in Mürwik hat ein neues Pastoren-Paar. Heute um 14.30 Uhr wurden Pastorin Wiebke Drömann und ihr Mann, Pastor Tobias Drömann, feierlich von Pröpstin Carmen Rahlf in ihre Ämter eingeführt. Damit endet in Flensburgs größter Kirchengemeinde eine Zeit des Umbruchs und der Unruhe.

Und eine Zeit der Vakanz. Pastor Michael Jensen war Ende letzten Jahres in Ruhestand gegangen. Tobias Drömann war am 1. Juni nach Flensburg gekommen, Wiebke kam am 15. Juli dazu. Sie haben mit zwei ihrer drei Kinder das grundlegend sanierte Pastorat an der Fördestraße bezogen; der Älteste hat nach dem Abitur den Familienhaushalt verlassen.

„Wir wollen versuchen, Mürwik wieder gut in Gang zu bekommen“, sagt Tobias Drömann. Auf die Menschen zugehen, Kontaktpflege, „die losen Enden aufsammeln“: Das sind Stichworte, mit denen die Drömanns ihre ersten Wochen in ihrer neuen Umgebung angehen wollen. Den Gottesdienst in allen Formen gestalten, die seelsorgerische Begleitung vertiefen, die Kirchenmusik fördern.

Die beiden 48-Jährigen geben offen zu, dass sie „auch ein bisschen Manschetten“ haben, so kurz vor 50 nochmal etwas ganz Neues anzufangen. Zwölf Jahre waren sie – ebenfalls gemeinsam – in Husum-Rödemis, in einer deutlich kleineren Gemeinde in einem übersichtlichen Stadtteil im Süden der Storm-Stadt. Aber sie sehen auch Parallelen zu ihrer Herkunft: Die Mürwiker Kirchengemeinde ist in den 50er Jahren groß geworden, ebenso wie die Gemeinde in Hamburg-Berne, wo Wiebke herkommt, und wie die Gemeinde in Hildesheim, in der Tobias groß geworden ist.

Doch sie gehen mit einem guten Gefühl an die neue Aufgabe, haben schon ein Gespür für den Stadtteil entwickelt. Die Strukturen hier seien ideal für ihre Arbeit als Pastoren-Paar: nur eine Predigtstelle, anders als zuletzt in Husum. Sie sind begeistert über die Infrastruktur: mit Stephan Krueger ein Organist auf einer halben B-Stelle, zwei Damen im Gemeindebüro, mehrere Chöre.

Und es gibt auch wieder einen Kirchengemeinderat. Der konnte erst mit Verspätung gewählt werden, weil sich im Dezember nicht genügend Kandidaten zur Wahl gestellt hatten.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen