Glücksburg : Neues Leben im Intermar

Die Umgestaltung des Intermar-Hotels ist in vollem Gange.
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Die Umgestaltung des Intermar-Hotels ist in vollem Gange.

Das Restaurant im Hotel ist neu eröffnet. Die Umbauarbeiten am und im Gebäude gehen weiter.

shz.de von
24. Mai 2018, 12:15 Uhr

Glücksburg | Ohne große Ankündigung hat das neue Restaurant im Intermar Hotel gestern eröffnet. Die Pächter, Steven Gottburg und Henrik Johannsen, haben sich für dieses Vorgehen entschieden, damit Arbeitsprozesse sich langsam einpendeln können. Eine Eröffnungsveranstaltung soll später erfolgen.

Die Umgestaltung der Fassade sowie die Fertigstellung von acht Studios mit Pantry und von 70 Hotelzimmern der Intermar Holding laufen unterdessen weiter. Erste Zimmer können ab Juli, August gemietet werden, denkt Stefan Densch von der Intermar Holding. Mit der Fertigstellung aller Arbeiten rechnet er zum Jahresende. Konzeptionell befinde man sich immer noch in der Findungsphase. Es sei aber kein Verkauf von Wohnungen für Kapitalanleger mehr vorgesehen. „Wir stehen zu dem Gebäude, werden die Vermietung zum Teil selbst übernehmen“, so Densch. Die Dienste einer Flensburger Agentur sollen ebenfalls in Anspruch genommen werden. Es wird eine Rezeption geben, die aber nicht 24 Stunden besetzt ist.

Die konzeptionelle Phase hat das Restaurant mit dem Namen Nobus bereits hinter sich. Der Name leitet sich ab von „Nobody but us“, „keiner außer uns“ und steht für ein gesundes Selbstbewusstsein. Das hat sich der Konzeptgeber und gastronomische Berater Henrik Johannsen, der in Harrislee den Imbiss „Henriks Hus“ betreibt, über die Jahre erworben. Gelernt hat er Hotelfach, arbeitete viereinhalb Jahre in der Sansibar auf Sylt und leitete dort und in Hamburg zuletzt die Gastronomie der „Fliegenden Bauten“. Die Mischung aus Strandbude und urbanem Großstadtrestaurant wie in der Sansibar ist das Ziel für Glücksburg. Lampenschirme aus Schnüren, hohe Rückenlehnen, keine Tischdecken. Olivenöl, Salz und Pfeffer stehen auf den Tischen. Zeichnungen des Flensburger Graffiti-Künstlers Holger Klein schmücken Wände und bald auch eine Schiebetür. „Weniger ist mehr“, ist Johannsens Konzept. Farblich dominieren Meerestöne – Beige, Blau und Grün, auch beim Geschirr.

Im Eingangsbereich, von der Seeseite kommend, herrscht Wohnzimmeratmosphäre. Der Bar gegenüber sind Stehtische angeordnet. Das Restaurant hätte Platz für 200 Stühle, man begnügte sich aber mit 160, um luftiger gestalten zu können. „Bei uns soll sich jeder wohl fühlen, ob er nur einen Drink oder ein Dreigang-Menü zu sich nehmen möchte. Geht nicht, gibt’s nicht“, verspricht Johannsen. Und Geschäftsführer Steven Gottburg, der auch das 20 Meter entfernt liegende Bistro auf der Promenade betreibt, kündigt zur Fußball-WM sogar einen Beamer im Restaurant an. In den Wintermonaten will er im rückwärtigen Gebäudetrakt ein Puschenkino mit alten Filmen einrichten. Die aufgearbeitete Bar und die umlaufende Sitzreihe der alten Disko sind die einzigen Überreste der 70er Jahre. Alles andere wurde radikal erneuert.

Die Küche, von 12 bis 22 Uhr geöffnet, soll für jeden etwas bereithalten. „Vom Schmorgericht mit Kartoffelbrei, Pasta bis zum Filetsteak. Fisch und das asiatische Thema liegen uns nicht fern“, sagt Restaurantchef Andreas Butzkamm. Er hat schon bei Dirk Luther im Alten Meierhof die Meierei geleitet. Küchenchef im Nobus ist Hendrik Kleist, ein Mittdreißiger, der zuletzt in der Sansibar gekocht hat. „Wenn sich der Hotelbetrieb eingependelt hat, wird man bei uns auch à la carte frühstücken können“, sagt Henrik Johannsen – alles ganz so, wie in einem richtigen Hote. Diese Vorgaben der Stadt, die eine Hotelnutzung für das Intermar vorgesehen hatte, werden erfüllt.

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