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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 22:57 Uhr

Flensburg : Neues Leben für die Campus-Schule

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nicht mehr sicher genug: Die Stadt Flensburg möchte die Paulus-Paulsen-Schule auf den Sandberg verlagern und das betagte Haus an der Schlossstraße verkaufen.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 07:43 Uhr

Die Nachnutzung der Schule am Campus ist geklärt, jedenfalls teilweise, und in der nördlichen Altstadt wird eine schicke Immobilie frei. Die ist allerdings schon etwas betagt, Baujahr 1880/81, und schiebt einen gewissen Sanierungsstau vor sich her. Die Rede ist von der früheren Voigtschule an der Schlossstraße, in der seit Jahren die Paulus-Paulsen-Schule untergebracht ist. Wegen der baulichen Unzulänglichkeiten des durchaus attraktiven Gebäudes soll die Schule nach Vorstellungen der Stadt in das im Sommer frei werdende Gebäude der Schule am Campus (Ex-Löhmannschule) umziehen.

„Das Gebäude an der Schlossstraße erfüllt die Bedürfnisse an die Sicherheit nicht mehr“, sagt Volker Masuhr, in Personalunion Leiter der Wald- und der Paulus-Paulsen-Schule. Zwar gebe es auch in der Schule am Campus einen Sanierungsbedarf, der ist ist jedoch aus Sicht von Michael Draeger, Leiter der Kommunalen Immobilien, nicht erheblich. Das gelte jedoch nur dann, wenn nur die Paulus-Paulsen-Schule mit ihren 40 Schülern einziehe. Sie ist allerdings auch „Stammsitz“ von 60 Sonderpädagogen, die an fast allen Schulen der Stadt – Gymnasien ausgenommen – aktiv sind, um dort die Schüler mit besonderem Förderbedarf zu betreuen und die Lehrer der jeweiligen Schule zu unterstützen. Regelmäßig finden Konferenzen aller Kollegen statt, so Masuhr.

Doch klar ist, dass der Gebäudekomplex an der Schulze-Delitzsch-Straße dann nicht ausgelastet wäre. Im Gespräch ist, dass die Paulsen-Schule das Hauptgebäude und einen Klassentrakt übernimmt. Doch es gibt ebenfalls Überlegungen, dass Teile der Friholtschule, der Schule für Körperbehinderte und der Schule Adelby hier einziehen. So steht es in der Vorlage, die heute im Bildungsausschuss zur Debatte steht. Nach Informationen des Tageblatts ist ein Umzug von Schülern aus der Friholtschule und der Körperbehindertenschule aber mittlerweile wieder vom Tisch. Der hätte nämlich erhebliche Baumaßnahmen – vor allem Rampen und breitere Türen sowie Durchgänge – erforderlich gemacht.

Mittlerweile zeichnet sich für alle Schüler und die meisten Lehrer der Schule am Campus eine Zukunft ab. „Wir haben für alle Schüler neue Plätze gefunden“, sagte Schulleiter Gerhard Fenger. Alle aufnehmenden Schulen seien sehr kooperativ gewesen, besondern die Kurt-Tucholsky- und die Fridtjof-Nansen-Scbule. Bei den Kollegen sehe es etwas anders aus, da gebe es noch nicht für alle neue Stellen. Konrektor Carsten Meyer wechselt – wie berichtet – nach Grosssolt, er selbst werde neuer Leiter der Unesco-Schule Weiche, wo er Gisela Koch nach deren Wechsel in den Ruhestand im Sommer beerben werde.

Das frei werdende Gebäude an der Schlossstraße sieht einem ungewissen Schicksal entgegen. Das Gemäuer sei von Hausschwamm befallen, seine Vertreibung würde eine siebenstellige Summe verschlingen, sagte Michael Draeger. „Vielleicht kann ein privater Besitzer es für weniger Geld machen.“ Die Stadt werde das Gebäude nicht sanieren, legte er sich fest. Man denke an einen Verkauf, eine Wohnnutzung – „Man hat zum Teil Blick auf den Hafen“ – könne er sich durchaus attraktiv vorstellen.

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