Flensburg : Neues Leben auf dem Roxy-Gelände

Altstadt-Brache: Hier war der Eingang zur Roxy Music Hall, weiter hinten lag der Saal mit Bühne und Galerie. Im Hintergrund: Rummelgang und historische Bebauung am Schlosswall. Foto: staudt
Altstadt-Brache: Hier war der Eingang zur Roxy Music Hall, weiter hinten lag der Saal mit Bühne und Galerie. Im Hintergrund: Rummelgang und historische Bebauung am Schlosswall. Foto: staudt

"Das Projekt könnte ein Glücksgriff sein": Auf dem Roxy-Gelände in Flensburg soll ein ambitioniertes Wohnbauprojekt entstehen. Ein erster Entwurf liegt bereits vor.

shz.de von
26. Januar 2011, 07:40 Uhr

Flensburg | Der Abbruch des legendären Rockschuppens an der Norderstraße liegt schon ein paar Jahre zurück. Doch jetzt könnte auf dem Altstadt-Grundstück bald etwas geschehen: Die Architekten Asmussen & Partner (Walzenmühle) haben einen ersten Vorentwurf für ein ambitioniertes Wohnbauprojekt auf dem schmalen Grundstück unterhalb des Duburg-Hanges vorgelegt.
Zunächst soll die seit Jahren klaffende Baulücke Norderstraße 45 mit einem Haus gefüllt werden, das sich in Form und Größe der benachbarten Häuser anpasst - es soll allerdings eine Tordurchfahrt erhalten. Zum Gesamtkonzept gehört auch eine dreigeschossige Neubebauung im rückwärtigen Bereich, und zwar auch auf den Grundstücken 41 und 43. Dieser Komplex schließt sich an die vorhandene Bebauung der Nachbargrundstücke an und bildet zwei Wohnhöfe im Innern.
Wie die Fassade zur Norderstraße aussehen wird, steht noch nicht fest
"Das Projekt könnte ein Glücksgriff sein", sagte Planungschef Michael Draeger auf sh:z-Anfrage. Er hält es sogar für möglich, dass es der Entwicklung der Norderstraße insgesamt förderlich ist. Am Dienstag wird die Roxy-Neubebauung im Planungsausschuss vorgestellt; dabei geht es vor allem um planungsrechtliche Grundlagen, da der Entwurf von Asmussen & Partner die vorhandenen Baugrenzen überschreitet. Die hatten sich allerdings an der alten Bebauung orientiert, die nicht mehr vorhanden ist. Die gesamte überbaute Fläche ist mit 606 Quadratmeter nur acht Quadratmeter größer als die im Bebauungsplan vorgesehene. Die Verwaltung empfiehlt aus städtebaulichen Gründen, das Projekt dennoch zu genehmigen, was baurechtlich möglich ist. Wie die Fassade zur Norderstraße aussehen wird, steht noch nicht fest. Hierfür liegen noch keine Entwürfe vor. Die Gestaltungsfragen seien später im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens zu klären.
Die Ära als Kult-Disco und Live-Musik-Club endete am 24. Oktober 2002 mit der hessischen Death-Metal-Band "Disbelief". Wenig später wurde der Betrieb an die Mergenthaler Straße verlagert. Es dauerte weitere drei Jahre, bis der Abriss des Gebäudekomplexes begann, zu dem ein kompletter Kinosaal gehörte.

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