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Stadtplanung in Flensburg : Neues Hochhaus für den Schottweg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

SBV plant ein weiteres Servicehaus mit bis zu acht Geschossen auf dem seit vier Jahren brach liegenden Grundstück am Eingang Mürwiks

Erinnert sich noch jemand an das Hochhaus an der Ecke Schottweg/ Wasserlooser Weg? Seit Jahren liegt das Grundstück brach und wächst langsam zu. Lidl durfte hier nicht hin, die Ärzte vom Plack wollten am Ende nicht mehr. Doch jetzt deutet sich eine Bebauung an; der Bauherr ist kein Unbekannter und in letzter Zeit in mehreren Ecken der Stadt baulich aktiv.

Der Selbsthilfe-Bauverein (SBV) würde auf dem Grundstück gern ein weiteres Servicehaus mit rund 70 Wohnungen errichten. Noch sind keine Verträge unterschrieben, betont SBV-Vorstand Jürgen Möller, doch die Gespräche sind ganz offensichtlich schon weit fortgeschritten. Erste Skizzen der Architekten Asmussen & Partner existieren bereits und stoßen offenbar auch im Rathaus auf Gefallen. Doch zeigen möchte man sie vorerst noch nicht.

„Erstmal müssen wir das Grundstück kaufen“, übt Möller sich in Zurückhaltung. Dies könne alerdings schon noch in diesem Jahr geschehen, und das ist nicht mehr so lang. Auch erste Pläne könnten in den entsprechenden Gremien vorgestellt werden. „2015 wollen wir dann auch mit dem Bauen beginnen“, kündigte Möller an.

Vorbild für Servicehaus Nr. 4 sind die Häuser eins bis drei auf dem Sandberg (Schultze-Delitzsch-Straße), auf dem alten PH-Gelände an der Mürwiker Straße und an der Mathildenstraße (Friesischer Berg). Partner in allen drei Häusern für die Betreuung der Bewohner ist jeweils die Arbeiter-Wohlfahrt (Awo), die ein abgestuftes Betreuungs- und Pflegeangebot vorhält. „Wir haben Anfangsgespräche mit der Awo geführt“, bestätigt Möller, „da gibt es aber positive Signale.“ Wie in den anderen Häusern plane die Awo auch wieder eine Wohngruppe in dem neuen Haus.

Die Umsetzung könnte schnell geschehen, weil man das Projekt auf Basis des vorhandenen Bebauungsplans umsetzen möchte, so Möller. „Das Hochhaus stand auf einer ziemlich großen Fläche, das reicht für uns.“ Allerdings werde man in einer Hinsicht als die Altbebauung anknüpfen: Das Gebäude werde zwei Endtürme haben, von denen einer immerhin achtgeschossig sei. „Das passt sich insgesamt an die Umgebung an“, so Möller. Das alte Hochhaus, das im Juli 2010 abgerissen wurde, war ragte mit 13 Geschossen in den Mürwiker Himmel.

An den bestehenden Bebauungsplan ist man nicht zuletzt durch ein Abstandsgebot gebunden. „Zur Nordstraße müssen 20 Meter frei bleiben“, so Möller. Der Grund: Falls in ferner Zukunft die Osttangente doch noch einmal vierspurig weiter gebaut werden soll, muss dafür der Platz vorhanden sein.

Noch vor fünf Jahren wurde im Rathaus die Meinung vertreten, dass sich das Grundstück wegen des Verkehrslärms an der stark befahrenen Kreuzung nicht für eine Wohnnutzung eigne. Doch schon ein Jahr später änderte sich mit einem Wechsel an der Spitze der Stadtplanung auch diese Meinung: Aufrgund neuer Techniken im passiven Lärmschutz sei eine Wohnnutzung hier möglich, hieß es.

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erstellt am 10.Okt.2014 | 07:52 Uhr

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