Neuer Vorsitzender beim Arbeitgeberverband

Optimistisch in die Zukunft:  Eberhard Otte (rechts) und sein Nachfolger Norbert Erichsen, Chef der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG).
Optimistisch in die Zukunft: Eberhard Otte (rechts) und sein Nachfolger Norbert Erichsen, Chef der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG).

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11. Juli 2014, 11:18 Uhr

Wenn die Spitzen der regionalen Wirtschaft im Strandhotel Glücksburg tagen, ist der Wettergott meist gut aufgelegt. So wurde die Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Flensburg, Schleswig, Eckernförde auch in diesem Jahr von hochsommerlichen Temperaturen begleitet. Sonnige Aussichten prägen auch die wirtschaftliche Situation bei den meisten Unternehmen, stellte Verbandschef Fabian Geyer in seinem Geschäftsbericht fest. „Krisenszenarien und umfangreicher Personalabbau waren zum Glück nicht an der Tagesordnung.“

31 neue Mitglieder haben 2013 den Verband verstärkt. Mit den zusätzlichen bisherigen Eintritten 2014 sind es jetzt 319 Unternehmen im Arbeitgeberverband gegenüber 294 in 2012. „Doch nicht die Quantität ist das Hauptziel unserer Arbeit“, betonte Geyer, „sondern die kontinuierliche Weiterentwicklung der Unterstützung, der Schlagkraft und Bekanntheit der Organisation zum Vorteil seiner Mitglieder und der Region.“ Man werde weiterhin versuchen, Aufmerksamkeit auf die gute Arbeit in den Betrieben zu lenken und so ein positives Image von Wirtschaft und Mittelstand gegenüber der „häufig kritischen und generalisierenden öffentlichen Meinung“ zu bewirken.

Auch der nach 18 Jahren aus Altersgründen scheidende Vorsitzende Eberhard Otto (65) meinte: „Wir sind wirtschaftlich noch gut aufgestellt, die Zahlen sind für viele Unternehmen sehr ordentlich.“ Otte sagte, er habe seine Amtszeit als große Bereicherung empfunden. „Es gab turbulente Zeiten, aber gegenwärtig befinden wir uns in einem relativ ruhigeren Fahrwasser.“ Der Aufschwung in Deutschland und Schleswig-Holstein halte nach allen Umfragen und Prognosen weiterhin an, sagte er in seiner Begrüßung. „Deutschland ist wieder Lokomotive, Stabilisator und Rettungsanker für die nach wie vor schwächelnde Konjunktur in der Euro-Zone.“ Diese Situation habe man nicht den politischen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre, die sich zunehmend für Unternehmen in Deutschland verschlechterten, zu verdanken, sondern vor allem der eigenen Stärke und Kompetenz in den Unternehmen, einem breit aufgestellten Mittelstand und gut ausgebildeten Mitarbeitern, die sich aus den geburtenstarken Jahrgängen der 50er und 60er Jahre entwickelt haben.

Otte prangerte die gesetzliche Rente mit 63 und die Mütterrente als einen „Irrsinn zu Lasten der Jüngeren“ an. Es falle schwer, bei diesem Thema nicht die Haltung zu verlieren. „Ein dümmeres und teureres Wahlgeschenk hat es bisher kaum gegeben.“ Seinem designierten Nachfolger Norbert Erichsen gab er auf den Weg, kompromissbereit zu sein, mäßigend und ausgleichend zu wirken. Erichsen, der einziger Kandidat für diesen Posten ist und dessen Wahl vom Vorstand noch bestätigt werden muss, sagte, er betrachte es als seine Aufgabe, Wirtschaft interessant zu machen und noch stärker in Schulen und Universitäten zu tragen. „Ich betrachte mich zudem als Sparringspartner für die hauptamtlich tätigen Kräfte.“

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