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Flensburg : Neuer Tourismus-Chef für die Förde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gorm Casper wird als Kandidat für das Amt des Geschäftsführers der neuen Tourismus-Organisation heiß gehandelt.

Flensburg | Die Suche hat dem Vernehmen nach ein Ende. Kandidat für die Geschäftsführung der zukünftigen Tourismus-Gesellschaft Flensburger Förde ist Gorm Casper. Der Energiereferent der Industrie- und Handelskammer Flensburg in Husum darf sich zumindest den Vertretern der beteiligten Kommunen Langballig, Harrislee, Glücksburg und Flensburg stellen, die am 20. Mai als Abgesandte ihrer Hauptausschüsse über den künftigen Geschäftsführer beschließen werden. Eine Bestätigung war von Casper selbst nicht zu erhalten. Doch dementieren wollte oder konnte der 43-Jährige diesen Hinweis aus verschiedenen Quellen auch nicht.

Casper ist gebürtiger Flensburger, in Harrislee und Jarplund-Weding aufgewachsen. Nach dem Studium der Soziologie und Psychologie in Bielefeld absolvierte Casper eine einjährige Weiterbildung zur Tourismusfachkraft in Kiel. Dahinter stand unter anderem sein Interesse an der Heimatregion. „Ich habe mich schon immer für Regionalgeschichte interessiert“, sagte er. Seine Freundin habe ihn damals ermuntert, in den Tourismus zu gehen.

Vier Jahre brachte der Segler und Motorradfahrer mit dem deutsch-dänischen Radweg-Projekt „Grenzroute“ zu. 2005 bis 2008 leitete der Netzwerker das Interreg-IIIA-Projekt „Tourismusregion Flensburger Förde“. Es schloss sich das Interreg-IVA-Projekt „Ganzjahres-Erlebnisregion Deutschland – Dänemark“ an. In dessen Rahmen saßen bereits die Kommunen an einem Tisch, die nun ihre eigene Lokale Tourismus-Organisation gründen wollen: Flensburg, Glücksburg, Harrislee und das Amt Langballig. Weitere Akteure waren bei dem Projekt die Gemeinden Gelting und Steinbergkirche.

2010 wechselte Casper, der ledig und kinderlos ist, zur IHK und schob dort „Furgy – Future renewable Energy“ an. Ansinnen des durchaus internationalen Interreg-IV-Projekts war es, „mehr Dynamik in den Wissenstransfer zu den Erneuerbaren Energien im Norden zu bringen“, wie auf der Internetseite zu lesen ist. Vermarktung spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Als Gorm Casper von der Ausschreibung der künftigen LTO-GmbH erfahren hat, dürfte es dem Tourismus-affinen Netzwerker in den Fingern gekribbelt haben. Denn Casper sagt gerne von sich: „Mich treibt eine Heimatbegeisterung um.“ Und er sagt ganz allgemein über die ausgeschriebene Stelle: „Sie wäre mein Traumjob.“

Dem Auswahlgremium lagen mindestens 66 Bewerbungen vor. Mit sieben Bewerbern ist persönlich gesprochen worden, wie Thomas Kuchel, stellvertretender Sprecher der Stadt Flensburg, gestern unserer Zeitung gegenüber sagte. Angaben zum auserkorenen Kandidaten durfte Kuchel nicht machen. Darauf hatten sich die kommunalen Beteiligten verständigt.

Vorgesehen ist, dass der Auserwählte am 1. Juli beginnt und zwar als Geschäftsführer des Flensburg Fjord Tourismus. Dessen bisherige Geschäftsführerin Finja Fröhlich hat sich ebenso um den LTO-Posten beworben. Wird sie nicht gewählt, läuft ihr Vertrag nach Angaben Kuchels aus. FFT, die derzeitige Tourismus-Gesellschaft der Stadt Flensburg, wird vermutlich in der künftigen LTO-GmbH aufgehen.

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