Erweiterungspläne : Neuer Supermarkt für Steinbergkirche

Bis Ende 2013 wurden hier Fleischwaren hergestellt.
Bis Ende 2013 wurden hier Fleischwaren hergestellt.

Gemeinderat ebnet Weg für Bauprojekt in Meiereistraße. Die Firma „Vaku Fleischspezialitäten“ stellte Ende 2013 den Betrieb ein.

Avatar_shz von
05. März 2014, 12:00 Uhr

In einem einmütig gefassten Grundsatzbeschluss verständigte sich die Gemeindevertretung von Steinbergkirche darauf, für den Bereich der ehemaligen Produktionsstätte „Vaku Fleischspezialitäten“ in der Meiereistraße nach Absprache mit der Landesplanung eine Bauleitplanung auf den Weg zu bringen. Dieser Punkt war zusätzlich auf die Tagesordnung genommen worden, nachdem der Besitzer einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Besagte Produktionsstätte, in der sich einst auch die Meierei befand, hat ihren Betrieb Ende vergangenen Jahres eingestellt. Nun soll dort unweit des bestehenden Einkaufszentrums ein weiterer Supermarkt gebaut werden.

Thema war im Verlauf der Sitzung auch das Baugebiet „Östlich Westerholmer Straße“. Dort sollen auf einer 3000 Quadratmeter großen Fläche vier Baugrundstücke für Einzelhäuser entstehen, wofür eine 818 Quadratmeter große Ausgleichsfläche vonnöten ist. Nachdem es bereits eine frühzeitige öffentliche Beteiligung und Auslegung gegeben hat, bei der es keine Einwände gab, wurde nun der Entwurf mit einer nochmaligen öffentlichen Auslegung beschlossen. Ein Gemeindevertreter musste wegen Befangenheit den Raum verlassen. Mit der Änderung des Bebauungsplans „An der Kanzlei“ galt es nun, den im Dezember gefassten Aufstellungsbeschluss zu modifizieren und das förmliche Verfahren für seniorengerechtes Wohnen mit sechs Wohneinheiten einzuleiten. Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss erfolgte einmütig.

Von Ablehnung bis zur Befürwortung reichten die Meinungen, als es um einen Grundsatzbeschluss in Sachen Breitbandstrategie für die Gemeinde ging. Angesichts der zu erwartenden Kosten, sprach sich Werner Weißenfels gegen eine Beteiligung aus. Dirk Lorenzen-Post hingegen plädierte dafür, dass auch die Außenbereiche „an der Welt dran sein müssen“. Andere Vertreter erinnerten an die berufliche Internet-Abhängigkeit etlicher Bürger und vertraten die Auffassung, dass man das für die Planung erforderliche Geld in die Hand nehmen müsse. Nun will man schauen, wie das in anderen Gemeinden gehandhabt wird. Wichtig sei ein vernünftiges, an der Zukunft orientiertes Leistungsverzeichnis, hieß es. Sobald das vorliegt, wird sich der Bau- und Wegeausschuss mit dieser Angelegenheit befassen.

Für die SPD-Fraktion begründete Clemens Teschendorf deren Antrag für eine 600 Meter lange Tempo-30-Zone im Ortsteil Roikier. Die Straßenverhältnisse seien dort sehr unübersichtlich. Durch zu schnelles Fahren entstünden oft brenzlige Situationen. Werner Weißenfels stellte klar, dass es dort bereits 2007 eine Verkehrsschau gegeben habe – ohne Erfolg. Er vertrat die Auffassung, dass Ortseingangs-Barrieren mehr bewirken als eine Tempo-30-Zone. Auf alle Fälle sei eine Verkehrsberuhigung sinnvoll, das gelte auch für andere Bereiche der Gemeinde. Die Vertreter kamen überein, in Roikier vier Wochen lang Geschwindigkeits-Messgeräte aufzustellen und dann zu einer Entscheidung zu kommen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen