Hürup : Neuer Standort für den Amtsbauhof

Für die ehemalige Marinesendeanlage in Weseby liegt der Gemeinde Hürup ein Verkaufsangebot von 220 000 Euro vor.

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31. Januar 2018, 10:53 Uhr

Der Amtsausschuss Hürup hat die Weichen für die Zukunft des Amtsbauhofes neu gestellt. Zunächst teilte Amtsvorsteher Jan-Nils Klindt mit, dass nach Prüfung verschiedener Optionen die Konversionsfläche in Weseby (ehemalige Marinesendeanlage) als neuer Standort ausgewählt wurde. Trotz teilweiser großer Bedenken wegen der angespannten Finanzen in vielen Gemeinden stimmten die Mitglieder der Empfehlung des Arbeitskreises zum Kauf der im Bebauungsplan gekennzeichneten Fläche (1,92 Hektar) zu. Sie beauftragten den Amtsvorsteher, die Verhandlung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu führen. Der Gemeinde Hürup liegt ein Verkaufsangebot in Höhe von 220 000 Euro vor, wobei eine Verbilligung um 50 Prozent in Aussicht gestellt wurde. Der Grundstückskauf sei jedoch nur der erste Schritt, dem erhebliche Investitionen für die Errichtung des neuen Bauhofes folgen müssten, hieß es aus dem Ausschuss.

Für das Haushaltsjahr 2017 musste ein Nachtrag erstellt werden, den der Amtskämmerer erläuterte. Die Amtsumlage erhöht sich durch die Ansatzanpassungen um 130 600 Euro. Der Amtsausschuss genehmigte die Nachtragshaushaltssatzung für 2017. Die Jahresrechnung für 2016 wurde ebenfalls gebilligt. Sie weist einen Fehlbetrag von 229 290,25 Euro aus, sodass das Gesamtdefizit, das durch die inzwischen aufgebrauchte Ergebnisrücklage nicht ausgeglichen werden kann, inzwischen auf 250 993,93 Euro angewachsen ist.

Der vorgelegte Haushaltsentwurf für 2018 umfasst ein Gesamtvolumen von 2 604 700 Euro. Allein für den Bauhof wurden 520 000 Euro (Grundstück, Gebäude und Geräte)veranschlagt. Die Kosten für eine neue Halle (zirka 400 000 Euro) sollen in den Haushalt 2019 gestellt werden. Die Amtsumlage erhöht sich 2018 erneut auf insgesamt 1 743 100 Euro.

Die bereits im Sommer 2017 beschlossene Auslagerung der kompletten Datenverwaltung und -sicherung an externe IT-Spezialisten zur Verbesserung der Datensicherheit nimmt konkrete Formen an. Nach der umfassenden Auswertung der beiden vorliegenden Angebote, fiel die Entscheidung knapp zugunsten des „IT-Zweckverbandes Kommunit“ in Elmshorn aus. Der Vertragsabschluss setzt den Beitritt zum Zweckverband voraus. Die Kosten, inklusive Software und Hardware, belaufen sich auf einmalig rund 20 000 Euro für die Umstellung und jährlichen Ausgaben von rund 100 000 Euro.

Der Leiter der Flüchtlingslotsen, Hans Hermann Schümann, erklärte, dass sich der Schwerpunkt der Arbeit auf die Integration und den Schriftverkehr mit Behörden verlagert habe. Schümann teilte außerdem mit, dass die beantragten Zuschüsse für eine Überdachung der Mitfahrbänke bewilligt wurden. Der Aufbau der sieben Vorrichtungen soll in Zusammenarbeit von Flüchtlingen und Lotsen sowie dem Amtsbauhof erfolgen. Für die Beleuchtung werden auf den Dächern Solarplatten installiert.

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