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Flensburger Innenstadt : Neuer Schwung fürs City-Marketing

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hauptausschuss: Mehr Werbung für die Innenstadt / Bei Kaufleuten umstrittenes Projekt wird 1,375 Millionen Euro kosten

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Jetzt also: Flensburgs unsichtbare Dauerbaustelle soll jetzt geschlossen werden. Der Hauptausschuss segnete in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Satzung für die zweite Pact-Maßnahme in der Flensburger Innenstadt ab. Für 1,375 Millionen Euro will der Einzelhandel der Innenstadt in den nächsten fünf Jahren ein schlagkräftiges Innenstadt-Marketing auf die Beine stellen.

Das war war nicht immer sicher. Bis zuletzt mussten die Initiatoren aus dem Einzelhandel zittern, weil ein großer Teil der betroffenen Grundstückseigentümer an Holm, Großer Straße, Angelburger Straße, Südermarkt, Rathausstraße und Nikolaistraße Widerspruch gegen die Maßnahme einlegten. In ihrer Beschlussvorlage ist von 44 Widersprüchen die Rede, dass ist denkbar knapp unterhalb der vom Gesetzgeber gezogenen Drittel-Grenze. „Wir haben das Quorum so gerade erreicht“, zeigte sich Stadtplaner Peter Schroeders erleichtert über das aus seiner Sicht für die Innenstadt positive Resultat. „Der Wettbewerb mit dem Citti-Park ist eröffnet.“

Die noch von der Ratsversammlung abzusegnende Satzung nimmt 133 betroffene Grundstückseigentümer finanziell in die Pflicht. Pro Frontmeter Straßenfront sollen Hauseigentümer am Holm 15 Euro monatlich, alle anderen 9 Euro monatlich bezahlen.

Von den Gebühren verspricht sich der eigens gegründete Verein Stadtmarketing Flensburg e.V. , die Innenstadt zu vermarkten, durch Ladenflächen- und Quartiersmanagement Leerstände zu vermeiden, den Informationsservice für Kunden zu verbessern, den Bekanntheitsgrad Flensburgs ebenso zu erhöhen wie Sauberkeit und Sicherheit der beteiligten Straßen. Dafür stehen aus den Projektmitteln jährlich 275 000 Euro zur Verfügung. Die Stadt Flensburg beteiligt sich mit 200 000 Euro und sichert zu, den entstehenden Verwaltungsaufwand für Pact II nicht in Rechnung zu stellen.

Die Ratsherren Edgar Möller (SSW) und Helmut Trost (SPD) mahnten, dem Projekt zum Erfolg zu verhelfen, die Verweigerer mitzunehmen und für das Projekt eines gemeinsamen Innenstadt-Marketings zu werben. „Wir müssen die Akzeptanz erhöhen“, so Trost, „die Zauderer überzeugen und die Nein-Sager zu Zauderern machen.“

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