Infrastruktur : Neuer Radweg von Mürwik zur Förde

Startpunkt: Am Gittertor direkt neben der Schule für Strategische Aufklärung soll der neue Radweg von der Fördestraße hinunter nach Sonwik beginnen. Foto: Fischer
Startpunkt: Am Gittertor direkt neben der Schule für Strategische Aufklärung soll der neue Radweg von der Fördestraße hinunter nach Sonwik beginnen. Foto: Fischer

Die Stadt plant einen Radweg von der Fördestraße nach Sonwik - direkt der Marineschule und der Schule für Strategische Aufklärung hindurch und an der Osbek entlang.

shz.de von
19. März 2009, 11:44 Uhr

Flensburg | Wo Sonwik zu Ende ist, geht es bisher nicht weiter - weder für Auto- und Radfahrer noch für Fußgänger. Doch jetzt hat die Fortsetzung des Wanderweges an der Förde entlang eine ganz realistische Chance auf Verwirklichung - allerdings nicht direkt an der Wasserkante, sondern landeinwärts durch das Osbektal bis zur Fördestraße und dann um die Marineschule herum und durch die Twedter Mark hinunter nach Fahrensodde. Der Umwelt- und Planungsausschuss hat einstimmig zugestimmt, Planung und Bau dieses Wegs zügig anzugehen.

Es ist quasi ein historischer Weg, wie Friedrich Kroll im Ausschuss erklärte. Unten am Wasser war eine Ziegelei, durchs Osbektal ging es hinauf nach Mürwik. Reste des Weges sind noch vorhanden. Da das untere Osbektal Bundeswehrgebiet ist, musste eine Lösung zusammen mit der Marineschule und der Schule für Strategische Aufklärung gefunden werden. Derzeit führt ein Weg quer durchs Tal von einer Schule zur anderen. Der soll in Zukunft mittels einer Brücke über den neuen öffentlichen Wanderweg führen. Diese Brücke sei das Teuerste an dem ganzen Projekt, so Kroll, und benötige etwa 75 Prozent der Gesamtkosten von 700 000 Euro.
Ziel: Fertiger Radweg bis 2010
Der Weg werde als Radweg ausgewiesen und gebaut, weil er nur als Radweg bezuschusst werden könne, so Kroll. Für die Förderung spiele zudem eine Rolle, dass der Weg eine Stadtteil verbindende Funktion habe (Mürwik - Sonwik). Auch das geplante Kelmpark-Hotel erhalte durch diesen Weg, der eine Grant-Oberfläche und eine Beleuchtung erhalten soll, eine direkte fußläufige Verbindung nach Sonwik und zur Förde. Ziel ist, ihn bis 2010 fertig zu stellen.

Harro Teichmann (WiF) regte an, über eine Verlängerung des Weges über die Fördestraße an der Osbek entlang bis zur Osterallee nachzudenken. "Der untere Teil der Osbek ist der schönste", so Teichmann.

Ausschussvorsitzender Frank Markus Döring betonte, dass trotz dieser Variante das Ziel eines Weges direkt an der Förde entlang auf der Tagesordnung bleibe. Für diesen Weg setzt sich die Stadt seit Jahren ein. Bisher hat jedoch die Bundeswehr einer Öffnung der Marineschule, über deren Gelände dieser Weg führen würde, nicht zugestimmt. Kroll erinnerte an das 2010 bevorstehende 100-jährige Jubiläum der Marineschule, die diesen Geburtstag vermutlich groß feiern werde, nicht zuletzt mit Tagen der offenen Tür. "Nutzen Sie die Chance, besuchen Sie die Marineschule!", forderte Kroll die Ausschussmitglieder auf. Bei Besuchen könne man in Gesprächen mit Vertretern der Schule auf den Wunsch nach einer Öffnung des Weges hinweisen.

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