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Kurt-Tucholsky-Schule : Neuer Käpt’n übernimmt Kommando auf der Brücke

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ingwer Nommensen heißt der neue Leiter der Kurt-Tucholsky-Schule. Schüler- und Elternvertreter dankten Wolfgang Reinecker, der in den vergangenen Jahren oft als stellvertretender Schulleiter die Verantwortung übernahm.

Flensburg | Den meisten Applaus bekam nicht der neue Chef, sondern der langjährige zweite Mann an der Spitze der Schule: Mit stehenden Ovationen dankten die Lehrerschaft sowie Schüler- und Elternvertreter dem Kollegen Wolfgang Reinecker, der in den zurückliegenden zehn Jahren immer wieder als stellvertretender Schulleiter die Verantwortung übernehmen musste – aus welchen Gründen auch immer.

Nun kann er einem anderen das Feld überlassen: Gestern wurde mit Ingwer Nommensen ein neuer Leiter an der Kurt-Tucholsky-Schule vorgestellt. Der 59-Jährige, aus Niebüll stammende Pädagoge war von 2009 bis 2014 Leiter der Deutschen Schule Oslo und nach seiner Rückkehr übergangsweise an der Gemeinschaftsschule Tönning aktiv.

Nommensen übernimmt die Schule in einer Phase des Übergangs. Der Wechsel der Trägerschaft vom Kreis Schleswig-Flensburg zur Stadt Flensburg ist immer noch nicht ganz vollzogen, der Übergang von einer Kooperativen Gesamtschule zur Gemeinschaftsschule mit Oberstufe ebenfalls noch nicht ganz. „Der Käpt’n ist an Bord, die KTS kann die Anker lichten“, sagte der Schülervertreter und wünschte sich von Nommensen, dass er „das Schiff auf Kurs bringt und hält“. Nicht auszuschließen sei, dass es auch mal Sturm oder aber Flaute gibt. Auch Nommensen bemühte die Schiffsallegorie und nannte die KTS „einen großen trägen Dampfer“, bei dem man nicht mal eben durch hektisches Drehen am Steuerrad den Kurs ändern kann. Man könne es aber auch als Segelschiff sehen, das einen klaren Kurs und eine motivierte Crew benötige.

Deutliche Worte fand Ulrich Mahler, Leiter des Fachbereichs Bildung bei der Stadt Flensburg. Das Verhältnis zwischen Stadt und KTS sei „auch ein schwieriges Verhältnis“. Der Kreis baue „immer neue Hürden auf beim Übergang des Gebäudes an die Stadt“. Man würde gern weiter im Bereich des Brandschutzes und der Treppenhäuser bauen, habe auch die Mittel dafür, doch der Kreis baue Hürden auf bei der Beauftragung eines Architekten. Mahler sagte, dass die Schülerzahlen zurückgehen würden, nicht zuletzt, weil weniger Schüler aus dem Umland kommen. Das führe zu mehr Wettbewerb unter den Schulen: „Der darf aber nicht ruinös werden.“ Es gelte jetzt, das Profil der KTS zu schärfen, von der Nommensen sagte, dass sie immer noch einen guten Ruf habe.

Vertreter des Personalrats übergaben dem „Neuen“ augenzwinkernd allerlei Kleinteile aus dem Baumarkt wie Zollstock, Schrauben und Inbusschlüssel – „für all die Baustellen“ in der KTS. Zwei Schülerinnen eröffneten die Begrüßung mit Musik an Klavier und Geige, zum Schluss gab es fetzigen HipHop-Tanz mit Fünftklässlern.

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erstellt am 10.Feb.2015 | 12:15 Uhr

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