Neuer Glanz für Gut Dollrott

Ein Wirtschaftsgebäude des mehr als 400 Jahre alten Gutshofes wird nach historischem Vorbild saniert

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08. August 2013, 03:59 Uhr

Dollrottfeld | Gut Dollrott ist mit Sicherheit das markanteste Bauwerk der Gemeinde Dollrottfeld. Selbst die Bundesstraße 201 muss dem mehr als 400 Jahre alten Gutshof mit seinen Nebengebäuden Tribut zollen und einen großen Bogen um das Anwesen machen.

Autofahrer auf dieser Bundesstraße beobachteten in den letzten Monaten einen Teilabriss des großen Wirtschaftsgebäudes und später eine Ausbesserung der erhaltenen Grundmauern. Spekulationen machten die Runde. "Die Nutzungsdauer dieses Gebäudes war abgelaufen und deshalb sanieren wir es", nimmt Besitzer Erk Westermann-Lammers Vermutungen um eine Nutzungsänderung die Spitze. Denn das Wirtschaftsgebäude werde für die Landwirtschaft des Gutes gebraucht. Man habe sich nur nicht für einen der modernen Funktionsbauten erwärmen können, sondern wolle versuchen, möglichst viel Substanz des alten Gebäudes zu erhalten.

Deshalb werden alte Steine und Ziegel aufgearbeitet und die neuen Wände in der Kreuzverbandtechnik hoch gemauert. In der Vergangenheit waren Mauersteine meist viel zu schmal, um Wände mit der notwendigen Festigkeit zu ermöglichen. Deshalb wurden sie "im Verband" - also versetzt - verlegt. Dadurch werden Lasten und Kräfte gleichmäßig im Mauerkörper verteilt und es entsteht dabei ein Muster in der Wand.

Die alten Stallfenster werden - soweit notwendig - aufgearbeitet und wieder eingesetzt. Auch die alten Holztore erfüllen - aufbereitet, und mit Rundbögen versehen - wieder ihren ehemaligen Zweck. Auf die Grundmauern wird wie schon vorher ein Holzdrempel aufgesetzt. Bereits im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten beendet sein. "Wir wollten vor allem die Ästhetik des Ensembles von Gutshaus und Wirtschaftsgebäuden erhalten", erklärt Westermann-Lammers. Ästheten und Nostalgiker werden es ihnen danken.

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