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Schiffbau in Flensburg : Neuer Doppelauftrag: Zwei neue Ro-Ro-Fähren für die FSG

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die norwegische Muttergesellschaft Siem schafft mit dem neuen Doppelauftrag Planungssicherheit auf der Werft bis Mitte 2019.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2017 | 07:27 Uhr

Schritt für Schritt arbeitet sich die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) aus der Krise: „Unsere Leute spüren, dass die Arbeit da ist“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Fuchs und verkündet in der Werfthalle die gute Nachricht: „Heute haben wir zwei weitere Ro-Ro-Schiffe als festen Auftragsbestand erhalten“, sagt der Chef-Sanierer und ergänzt: „Damit schließen wir alle Lücken der Auslastung bis Mitte 2019.“

Fuchs verkündet dies am Donnerstagabend um 17.30 Uhr während der Spätschicht vor dem aktuellen Lieblingsneubau der Werft: Für den Kunden „Irish Ferries“ wächst hier das größte Passagierschiff, das je in Flensburg gebaut wurde. 1900 Passagiere, 500 Kabinen und 15 000 Quadratmeter öffentlich begehbare Fläche sind die Eckdaten des Neubaus, dessen Stapellauf für 19. Januar terminiert ist und das nach der Ablieferung im Juni in der irischen See verkehren wird.

Nicht von ungefähr waren am Donnerstag die beiden wichtigsten strategischen Partner der Schiffbauer zu Gast an der Batteriestraße: Die Vertreter des norwegischen Werft-Gesellschafters Siem und die der Kieler Landesregierung. „Die beiden neuen Ro-Ro-Fähren sind die Schiffe Nummer fünf und sechs, mit denen sich der Gesellschafter für seine Werft engagiert“, lobt Fuchs. Sie sollen nach der Ablieferung verchartert werden.

Mit den neue Aufträgen könne die verkleinerte Mannschaft nun voll ausgelastet werden, sagte Fuchs in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, der sich gestern bei seinem ersten offiziellen Besuch in Flensburg über die Entwicklung der Werft informierte. Das Land ist bei der FSG noch mit Bürgschaften engagiert. „Der Sanierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen“, erklärte Buchholz. Er berge Chancen und Risiken. Dabei zeigte sich Buchholz von der Arbeit der Belegschaft durchaus beeindruckt: „Das ist kein Stahlbau, das ist Hightech.“ Der FDP-Minister lobt die klare Focussierung mit der um 100 Mitarbeiter verkleinerten Belegschaft auf den Roll-on-Roll-off-Sektor: „Die 650 Mitarbeiter müssen jetzt beweisen, dass sie in der Lage sind, abzuliefern.“

Mit dem neuen Doppelauftrag sieht Fuchs auch mittelfristig gute Jobperspektiven für Azubis und Angelernte an der Batteriestraße – die nach dieser Entscheidung für anderthalb Jahre übernommen werden könnten. Außerdem baut die Werft gerade eine weitere Passagierfähre für einen französischen Kunden. Mit dem Irish-Ferries-Auftrag zählen die Auftragsbücher damit acht Neubauten.

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