Tempoüberwachung am Hafendamm in Flensburg : Neuer Blitzer: 2000 waren zu schnell

Zu schnell gefahren wird überwiegend tagsüber: Zwischen 22 und 6 Uhr waren es in einem Monat „nur“ 330 Autofahrer, die zu forsch aufs Gaspedal gedrückt haben.
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Zu schnell gefahren wird überwiegend tagsüber: Zwischen 22 und 6 Uhr waren es in einem Monat „nur“ 330 Autofahrer, die zu forsch aufs Gaspedal gedrückt haben.

230 000 Autos erfasst: Temposünder erwartet ein Bußgeld – oder aber ein Fahrverbot

shz.de von
06. Mai 2017, 18:36 Uhr

Aus Sicht der Stadt ist es eine erste Erfolgsbilanz – für knapp 2000 Autofahrer jedoch eine schmerzliche Erfahrung. Sie sind am Hafendamm nachweislich zu schnell gefahren. Beweismittel: Der vor exakt einem Monat installierte feste Blitzer in Höhe Pilkentafel.

Das unübersehbare, mannshohe Geschwindigkeitsmessgerät kann aber nicht nur blitzen, sondern auch zählen. Über 230  000 Fahrzeuge hat es seit dem 6. April erfasst, eine Zahl, die das Ausmaß der Vergehen etwas relativiert. „Überwiegend waren die Verstöße nicht gravierend“, erklärte Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf auf Nachfrage. Aber immerhin müssen einige Fahrverbote ausgesprochen werden – für diejenigen Raser nämlich, die mehr als 30 Stundenkilometer zu schnell unterwegs gewesen sind. Unter Berücksichtigung der Toleranz würde der Tacho dann mindestens 83 km/h anzeigen. Im Abgleich mit früheren Messungen erschließt sich die Erkenntnis, dass Autofahrer die Geschwindigkeit in diesem Bereich deutlich reduziert haben. „Das bedeutet eine merklich geringere Lärmbelästigung für die Anwohner“, freut sich Teschendorf, der anfügt, dass dänische Fahrzeughalter aufgrund der Rechtslage nicht belangt werden können.

Es darf verraten werden, dass die Messungen nicht rund um die Uhr stattfinden. Wann genau der Blitzer aktiviert ist, werden wohl nur diejenigen erfahren, die plötzlich in die Falle gehen.


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