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Flensburger Tageblatt

26. September 2017 | 14:41 Uhr

Im Startloch : Neuer Anschub für Projekt Freiland

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gewoba und Adelby 1 jetzt bei Wohnungsbauinitiative zwischen Bahnhof und Campus mit an Bord – Heute Vorstellung im Rathaus

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Das Wohnprojekt Freiland steht in den Startlöchern – und das seit schon Jahren. Es scheint, als warte es vergebens auf den Startschuss, oder es kann ihn nicht hören. Doch jetzt scheint es tatsächlich konkret werden. Davon zeigt sich zumindest Anders Christensen überzeugt, der seit einigen Monaten als Entwickler mit an Bord ist und das Wohnprojekt vorantreibt.

Das sieht mittlerweile etwas anders aus als noch vor ein paar Monaten, und es hat auch eine gewisse Fluktuation im Personal gegeben. „Wir sind zehn Gesellschafter“, so Christensen, „und von den ursprünglichen ist keiner mehr dabei.“ Die entscheidende Neuerung in der Planung ist, dass auf dem Areal auf dem Gelände des früheren Bauhofs unterhalb des Sandbergs jetzt nicht mehr nur die Projektgruppe plant und baut, sondern zwei weitere Akteure. So werde die Gewoba Nord im nördlichen Bereich „40 bis 50 Wohneinheiten in zwei Häusern“ bauen, so Christensen. Und im Süden plane der freie Träger Adelby 1 den Bau einer Kindertagesstätte.

Vor allem von dem Einstieg der Gewoba erhofft sich Christensen ein positives Signal. Wenn das Baurecht da ist, „fangen die einfach an zu bauen“, erklärt er. Dann gibt es etwas zu sehen, „die Menschen glauben, dass hier wirklich etwas passiert“. Im Unterschied dazu braucht die Projektgruppe eine „kritische Masse“ an Gesellschaftern, die bereit sind, ihr Kapital in die Waagschale zu werfen, bevor es wirklich losgeht. Auch das mag in der Vergangenheit einer der Gründe gewesen sein, warum das Wohnprojekt nicht wirklich aus den Startlöchern kam. Wenn erst gebaut wird, kommen dann auch schnell andere Interessenten dazu. Christensen ist überzeugt, dass dieser Fall auch bei dem ersten Haus des eigentlichen Wohnprojekts, dem Atrium-Haus im nördlichen Zentrum des zwei Hektar großen Areals, eintreten wird. Das Atrium-Haus soll 40 Wohnungen aufnehmen.

Daneben gehören vier weitere, kleinere Häuser zum Projekt, die sich südlich anschließen. Ganz am Rande dann soll nach bisheriger Planung, die heute im Umwelt- und Planungsausschuss präsentiert wird, die Kita platziert werden. Ein wenig nordöstlich davon ist ein Feuchtbiotop geplant. Der Entwurf stehe allerdings, so Christensen, unter dem Vorbehalt eines faunistischen Gutachtens, das noch aussteht.

Eine wichtige Frage betraf in der Vergangenheit die verkehrliche Erschließung des Gebiets. Die heutige Zuwegung über das Grundstück der Firma Pumpen Horn ist in der Zukunft nicht möglich. Da eine Zufahrt über das künftig neu gestaltete Bahnhofsumfeld noch einige Jahre auf sich warten lässt, fällt diese Option auch aus. Also sieht der Entwurf eine Erschließung über die Straße Munketoft vor. Die Zufahrtstraße würde unmittelbar nach der Kurve bei Pumpen Horn nach rechts in das Gelände abknicken. In die Hangfläche zwischen Munketoft und Zufahrtstraße sollen die Parkplätze für die meisten der Bewohner eingerichtet werden. Sämtliche Kleingärten seien bereits verlassen worden. Christensen geht davon aus, dass die Kosten für die Erschließung letztlich auf die Wohnungspreise umgelegt werden.

Sollte die Planung jetzt zügig festgezurrt werden, könne man 2015 mit dem Bau des Projekts beginnen, so Christensen.

 

 

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