Lindewitt : Neue Wohnungen für Lindewitt

Seit Jahren ein trostloser Anblick: Die ehemalige Gaststätte in Lüngerau. Dies soll sich nun ändern.
Seit Jahren ein trostloser Anblick: Die ehemalige Gaststätte in Lüngerau. Dies soll sich nun ändern.

Die Gemeindevertretung macht Weg frei für sieben Gebäudekomplexe mit Unterkünften unterschiedlicher Ausstattung.

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11. März 2018, 14:26 Uhr

Mehr als zwei Jahrzehnte bietet der unbewohnte alte Gasthof in Lüngerau nun schon einen traurigen Anblick. Dies soll sich nun bald ändern. Zwei Investoren aus der Gemeinde wollen das gesamte Gelände für Wohnbauzwecke nutzen. Sieben Gebäudekomplexe könnten dort entstehen: reihenhausartige seniorengerechte Wohnungen, Mietwohnungen mit gehobenem Standard und auch welche für Mieter mit geringerem Einkommen. Ein weiteres Gebäude könnte multifunktional ausgerichtet sein, mit einem Schwimmbecken ausgestattet wäre es für eine physiotherapeutische Einrichtung geeignet. Genauere Überlegungen gibt es noch nicht. Die Gemeinde Lindewitt sorgte mit einem Aufstellungsbeschluss erst einmal dafür, dass dieser „städtebauliche Missstand behoben werden und die Fläche einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden kann“. Für eine weitere kleinere Fläche im Lindenweg in Lüngerau wurde ebenfalls ein Aufstellungsbeschluss gefasst, um auch dort die Wohnbebauung zu ermöglichen.

Eine wesentlich schnellere Nutzungsänderung wird der bisherige Kindergarten an der Schule in Lindewitt erfahren. Dort werden ein freischaffender Künstler und seine Partnerin aus Großenwiehe künftig wohnen und ein Institut für Bildhauerei einrichten. Zuvor muss die Gemeinde allerdings einige technische Voraussetzungen schaffen und auch den Flächennutzungsplan ändern, um dort Wohnen zu gestatten. Dies kostet jedoch Zeit.

Erfreulich stellt sich der Haushalt 2018 dar. Der 3,2 Millionen Euro starke Ansatz wird vor allem gespeist von einer stark gewachsenen Gewerbesteuereinnahme in Höhe von 1,28 Millionen Euro. Durch die Stärkung der Finanzkraft sinken zwar die Einnahmen aus Schlüsselzuweisungen und die Ausgaben für sämtliche Umlagen steigen, es wird aber dennoch ein leichter Überschuss erzielt. Die größten Investitionen sind mit knapp einer Million Euro für den gemeindlichen Anteil am Vorhaben Bauhof/Feuerwehr mit der Gemeinde Großenwiehe vorgesehen, 118 000 Euro für die Kanalerneuerung im Leedamm in Kleinwiehe und 50 000 Euro für einen neuen Spielplatz an der Schule. Die liquiden Mittel der Gemeinde bleiben mit 560 000 Euro zum Vorjahr unverändert.

Eine längere kontroverse Diskussion rief ein Antrag hervor, zukünftige Windkraftanlagen im Windgebiet Rodautal/Linnau von der Höhenbegrenzung von 150 Metern zu befreien, wie es von der Gemeinde in einem Grundsatzbeschluss einmal vor Jahren festgelegt worden war. Der Grund für den Antrag liegt darin, dass bei den derzeitigen Ausschreibungsverfahren nur Anlagen zum Zuge kommen, die mit einer sehr geringen garantierten Einspeisevergütung wirtschaftlich arbeiten. Dies ist nur mit einer Leistungssteigerung der Anlagen möglich, wofür eine größere Höhe Voraussetzung ist. Mit acht Ja- und zwei Nein-Stimmen votierte die Vertretung dafür, im Gebiet Rodautal die Höhenbegrenzung aufzuheben. Dort sollen demnächst fünf bestehende Windkraftanlagen gegen möglicherweise nur zwei neue ausgetauscht werden. Im übrigen Gemeindegebiet bleibt die Höhenbegrenzung bestehen und es gilt auch weiterhin das Ziel, die Gesamtzahl der Anlagen zu reduzieren.

Der heftige Schneefall der jüngeren Vergangenheit führte den Verantwortlichen vor Augen, dass es in der Gemeinde offensichtlich kein schlüssiges Räumkonzept gibt. Dies soll nun erarbeitet werden, um zukünftig besser gerüstet zu sein.

Weitere Ergebnisse in Kürze:
> Die Sporthalle wird eine elektronische Schließanlage erhalten. Zudem werden in den Umkleiden die alten Bänke gegen neue wandmontierte ausgetauscht. Die Damentoilette wird umfassend saniert.
> Nach vielen Jahren wird die Bushaltestelle für die Schulkinder wieder am alten Standort eingerichtet.

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