Munkbrarup : Neue Wasserleitungen für Nordangeln

Im Grundhofer Ortsteil Bönstrup wird der Austausch der Trinkwasserleitungen fortgesetzt und das Neubaugebiet „Toft“ an das Netz angeschlossen.
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Im Grundhofer Ortsteil Bönstrup wird der Austausch der Trinkwasserleitungen fortgesetzt und das Neubaugebiet „Toft“ an das Netz angeschlossen.

Der Verband setzt die Sanierung des Trinkwassernetzes fort und beschließt neue Abwassergebühren.

shz.de von
05. Januar 2018, 13:56 Uhr

Die Kalkulation der Abwasserentgelte sowie die Jahresabschlüsse und die Wirtschaftspläne standen im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Nordangeln in Munkbrarup. Hinzu kam der Bericht über die in diesem Jahr getätigten Investitionen bei der Sanierung der Trinkwasserleitungen und deren Fortführung ab Frühjahr 2018.

Schon lange betreibt der Verband die Abwasseranlage der Gemeinde Husby. Im Oktober 2016 kam die Anlage in Grundhof hinzu. In beiden Fällen sind die Entgelte neu kalkuliert worden. Während die Sätze bei Einleitung in die zentrale Anlage in Grundhof um 20 Cent auf 3,20 Euro steigen, sinken sie in Husby um 30 Cent auf 2,90 Euro. Das Entgelt für Niederschlagswasser wurde für Grundhof erstmalig auf 55 Cent pro Quadratmeter anrechenbarer Fläche festgesetzt. In Husby sinkt es von 70 auf 50 Cent.

Für das in zweijährigem Rhythmus erforderliche Entschlammen dezentraler Kleinkläranlagen gelten einheitliche Sätze. So werden für die Regelanlage mit bis zu sechs Kubikmetern jetzt 132 Euro fällig. Alle neu festgesetzten Gebühren werden erstmalig bei den Abschlagszahlungen 2018 angewendet.

Anschließend ging Verbandsingenieur Alexander Hohmann auf die Sanierung des Trinkwassernetzes ein. Er teilte mit, dass in diesem Jahr 3276 laufende Meter an alten bruchanfälligen Rohren aus Asbestzement durch solche aus dem Kunststoff Polyethylen (PE) ersetzt worden seien. Die durchschnittlichen Kosten betragen 282 Euro pro Meter. Der Spitzenwert wurde in Steinbergkirche aufgrund vieler Hausanschlüsse und aufwendiger Asphaltreparaturen erreicht, er betrug 675 Euro. Insgesamt wurden mehr als 920 000 Euro für diesen Zweck ausgegeben.

Das für 2018 vorgesehene Investitionsvolumen liegt nach Hohmanns Worten bei 1,2 Millionen Euro. Die vorgesehenen Abschnitte verteilen sich auf das gesamte Verbandsgebiet, das von Steinbergkirche bis Maasbüll und Wees reicht.

Der für 2016 vorgelegte Jahresabschluss wies bei Erträgen von fast zwei Millionen Euro einen Gewinn von 45 830 Euro aus. Der Nachtrag für den Wirtschaftsplan 2017 geht von Erträgen von 2,23 Millionen und einem Überschuss von knapp 125000 Euro aus.

Beim Wirtschaftsplan für 2018 sind hingegen Erträge von knapp 2,16 Millionen und ein Fehlbetrag von 107 000 Euro vorgesehen. Alle drei Zahlenwerke wurden ebenso einstimmig gebilligt wie die Aufnahme eines Kredites über 1,5 Millionen Euro.

Verbandsvorsteher Thomas Jessen teilte anschließend mit, der Verband schaffe erneut einen Ausbildungsplatz. Durch höhere Dokumentationspflichten und Datenschutzauflagen werde über einen weiteren Arbeitsplatz in der Verwaltung nachgedacht. Eine Anfrage, ob der Verband die Kosten für die gesetzlich geforderten Rückflussverminderer bei Feuerlöschhydranten übernehmen könne, beschied er abschlägig. Solche Aufwendungen fielen im Rahmen des vorsorgenden Brandschutzes an und müssten von den dafür zuständigen Gemeinden übernommen werden. Abschließend bot der Vorsteher für die Feuerwehren Führungen durch das Wasserwerk an. Dabei könne Wassermeister Sven Jürgensen auch auf das Thema „Druckstöße“ eingehen.

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