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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 08:16 Uhr

Nieby : Neue Seenlandschaft auf der Birk

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die kontrollierte Vernässung, die im September gestartet ist, macht den Konikweg der Geltinger Birk unbegehbar, dient jedoch bereits Tieren und Pflanzen als Lebensraum.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Eine neue Seenlandschaft ist auf der Geltinger Birk entstanden. Neu geflutet wurden die tief liegenden Niederungen zwischen dem alten Deich unweit von Falshöft bis hin zur Noor-Schleuse bei der Mühle „Charlotte“.

Wie Nils Kobarg, der Leiter der Integrierten Station „Geltinger Birk“, dazu erläutert, ist seit zwei Wochen im Rahmen der kontrollierten Vernässung, die im September startete, so viel Ostseewasser durch das große Falshöfter Einstrom-Bauwerk geflossen, dass nun der Wasserstandspegel auf den Wiesen- und Schilfflächen um zweieinhalb Meter angestiegen ist. Jetzt liegt folglich der vernässte Bereich nur noch einen Meter unter Normal Null – statt zuvor dreieinhalb Meter.

Die von Menschenhand erzeugte Flutung hat auch den mittleren Wanderweg, den so genannten Konikweg, vorübergehend unpassierbar gemacht: ein alter Brückenübergang steht unter Wasser. Deswegen ist es laut Kobarg erforderlich, in diesem Frühjahr einen Brücken-Neubau zu starten.

Das Schöpfwerk bei der Mühle „Charlotte“ hat bereits neue leistungsfähigere Pumpen erhalten, mit deren Hilfe der Wasserstand in den Niederungen der Birk auf dem gleichem Niveau gehalten wird.

Nach 30 Jahren seien somit die Pläne der Naturschützer endlich realisiert worden, stellt der im Auftrag des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) tätige Stations-Chef Kobarg fest. Schon jetzt gibt es erste Anzeichen dafür, dass das Salzwasser in den Niederungen neuen Lebensraum für besondere Tiere und Pflanzen schafft – ähnliche Biotope wie am Rande des Wattenmeers an der Westküste.

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