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Flensburger Tageblatt

22. November 2017 | 19:42 Uhr

Bauarbeiten : Neue Planken für die Westumgehung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ersatz durch moderne Stahlkonstruktionen soll mehr Sicherheit für Autofahrer bringen – Aufbau neuer elektronischer Warnschilder

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 08:20 Uhr

Mehr Sicherheit – so bringt Karl-Heinz Roos, Leiter des Landesbetriebes Straßenbau, den Austausch der Schutzplanken auf der Westumgehung auf den Punkt. Sie sind höher, sie sind stabiler und sie sind den neuesten Erkenntnissen der Unfallforschung angepasst. Mit weiteren Arbeiten an der vierspurigen Straße zwischen der Grenze und der Autobahn muss der Autofahrer deshalb in Abschnitten bis September die Sperrung der beiden Überholspuren hinnehmen. Investiert werden rund drei Millionen Euro.

Eigentlich hatte der für die Bundesstraße 200 zuständige Landesbetrieb für Straßenbau in Flensburg die Sperrung schon für den Montag dieser Woche angekündigt. Doch die beauftragte Baufirma war zunächst erst einmal damit beschäftigt, ihr Materiallager auf dem Rastplatz Wassersleben einzurichten. Gestern ging es los: Die Sperren für die Überholspuren wurden aufgebaut, zunächst im Bauabschnitt Klues bis Grenze. Der Abschnitt von der Autobahnabfahrt Flensburg-Süd bis zur Abfahrt Zentrum von der Bundesstraße wird in den nächsten Tagen folgen. Im Sommer schließt sich dann der mittlere Abschnitt zwischen den Abfahrten Zentrum und Klues an.

Wozu neue Planken in der Mitte der Straße? Der Fachmann für Straßenbau nimmt auf keinen Fall das Wort „Leitplanke“ in den Mund. Die stählernen Bänder haben viel mehr Zwecke, als nur Autos zu leiten, die von der Fahrbahn abgekommen sind. Karl-Heinz Roos: „Sagen Sie lieber ,Leidplanke’. Das beschreibt gut die Qualität der alten Stahlplanken.“

Wie nennt der Fachmann die modernen Planken, wie sie jetzt auf der Westumgehung montiert werden? „Fahrzeugrückhalte-Einrichtungen.“ Schutzplanken ist auch ein Wort, das die Fähigkeit der neuen Systeme beschreibt. Roos nennt Einzelheiten: Die Schutzplanken sind höher und stabiler als ihre Vorgängermodelle. „Nach menschlichem Ermessen schafft es kein herkömmlicher Lastwagen, bei einem Unfall auf die Gegenfahrbahn durchzubrechen.“ Dabei bleibt es beim Material Stahl. Er zeigt bei einem Anprall eine deutlich bessere abfedernde Wirkung als etwa Beton. Und auch Motorradfahrer sollen bei einem Sturz besser abgefangen werden als von den alten Planken, an denen sie sich schon mal schwer verletzten.

Wenn schon – denn schon: Wenn schon auf der Straße gearbeitet wird, dann lässt der Landesbetrieb auch gleich weitere anstehende Arbeiten erledigen. So werden die Entwässerungsleitungen angepackt, die unter dem Mittelstreifen liegen. An einigen Stellen funktioniert die Entwässerung nicht. Die Straßenbaufachleute haben festgestellt, dass die Rohrsysteme schon beim Bau vor Jahrzehnten kaputt gefahren wurden. In anderen Röhren seien die Löcher der Entwässerung verstopft. Jetzt folgt der Austausch.

Ausgetauscht werden außerdem die Schilder am Straßenrand und in der Mitte, die Autofahrer vor Arbeiten im Bereich der Fahrbahn warnen. Diese von Hand bedienten Klappschilder werden durch elektronische, mit Solarstrom versorgte und per Funk gesteuerte Schilder ersetzt. 

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