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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 23:15 Uhr

Neue Jugendpflegerin in Glücksburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Andrea Hoffmann ist Ansprechpartnerin für Kinder und Jugendliche / Die Stadt sucht dringend mehr Helfer und Wohnungen für Flüchtlinge

Die Stadt verfügt über eine neue Jugendpflegerin. Andrea Hoffmann (30) hat die 35-Stunden-Stelle am 16. September angetreten. Ihr Büro ist im Raum 18 der Grundschule am Kegelberg untergebracht. Die Diplom-Pädagogin studierte Erziehungswissenschaften in Flensburg, arbeitete bei der Rackow-Schule mit arbeitslosen jungen Erwachsenen, absolvierte Praktika im Bereich der Jugendeingliederungshilfe (Haus Norderhofenden) und in der Kindertagesstätte Engelsby. Ehrenamtlich engagierte sich Hoffmann vier Jahre für die Jugend der Kirchengemeinde Großenwiehe. Ihr Au-pair-Jahr verbrachte sie in den USA. Hoffmann kommt für Claudia Wrobel, die im Frühjahr um die Aufhebung ihres Vertrages gebeten hatte.

Die Erziehungswissenschaftlerin wird mit dem Kinder- und Jugendbüro Flensburg zusammenarbeiten, wie Bürgermeisterin Kristina Franke im Kultur- und Sozialausschuss bestätigte. Mit dessen Leiter Thomas Dau-Eckert will sich Hoffmann fachlich wie organisatorisch austauschen.

Die Zahl der Flüchtlinge ist deutlich gestiegen, Sebastian Dressel spricht von 59 in diesem Jahr. Für sie sucht der Ordnungsamtsmitarbeiter Unterkünfte. Die Stadt verfügt über 21 Wohnungen, wird in diesem Jahr zehn weitere brauchen. Für das nächste Jahr rechnet Dressel mit einem Bedarf von zusätzlich 30 bis 40 Wohnungen. „Bisher können wir darauf verzichten, ein großes Gebäude vorzuhalten.“ Dressel bezweifelt, dass er 2016 genug Wohnungen bekommt. Von Glücksburgern war wiederholt vorgeschlagen worden, Flüchtlinge im früheren Intermar unterzubringen – was wegen kurzfristig benötigter Barrierefreiheit bereits einmal erfolgte.

Stefan Densch von der Intermar-Holding wollte sich zu eventuellen Plänen nicht äußern. Ohne Bezug zu dem Vorschlag fragte Ausschussvorsitzender Michael Schulz (SPD), ob es rechtliche Möglichkeiten gebe, Unterkünfte zu beschaffen? Dressel: „Ja, Wohnungen können beschlagnahmt werden.“ Für die erste Person zahlt der Kreis 360 Euro Miete zuzüglich der Heizkosten. Für eine fünfköpfige Familie fallen in Glücksburg 660 Euro plus Heizkosten an. Dressel: „Das sind keine überzogenen Preise.“ Die vom Kreis vorgegebenen Mietobergrenzen würden eingehalten.

Dem Zuwachs entsprechend brauchen die 25 Flüchtlingshelfer Verstärkung. Ihr Koordinator Joachim Schmidt-Skipiol hält mindestens 50 Lotsen für nötig. Von den gespendeten 4800 Euro wurden 1000 Euro für Busfahrkarten, Lernmaterial und anderes ausgegeben.

Der fünfte Band der Glücksburger Straßenchronik ist geschrieben. Bürgervorsteherin Dagmar Jonas (CDU) schlug vor, Berthold Hamer zum Stadtschreiber zu ernennen. Der Laienhistoriker wird „Um den Schlossteich“ am Donnerstag, 26. November präsentieren. Bei dem Anlass möchte die Bürgervorsteherin den emsigen Chronisten mit dem Titel „Autor für Glücksburger Geschichte“ ehren. Der Ausschuss folgte ihrem Vorschlag. „Da der nächste Band von Schlossallee und Rathausstraße handelt, wird er erst 2017 erscheinen“, kündigte Jonas an.

Der Herbstflohmarkt wird mangels Helfern ausfallen. „In diesem Jahr liege der Termin für viele ungünstig“, sagte Oliver Möller vom Stadtjugendring.

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erstellt am 30.Sep.2015 | 12:12 Uhr

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