Flensburger Wohnprojekt : Neue Hoffnung für Freiland

Platz für ein neues Stadtviertel: Die ehemaligen Sportanlagen des VfB Nordmark mit dem Alten Güterbahnhof (rechts unten) und dem Kühlhaus (Mitte rechts). Die sandige Fläche in der Mitte ist dem Wohnprojekt Freiland vorbehalten.
1 von 2
Der Alte Güterbahnhof (rechts unten) und das Kühlhaus (Mitte rechts).

1,127 Millionen Euro: Städtebauförderung finanziert Erschließung des Wohnprojekts Freiland mit rund 100 Wohnungen und Kita

shz.de von
05. Januar 2018, 23:42 Uhr

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass die Schleswiger Genossenschaft Gewoba sich aus der mittlerweile seit einem Jahrzehnt laufenden Wohnprojektplanung zurückgezogen hat. Seit gestern hat die Freiland-Projektgruppe neuen Rückenwind. Das Kieler Innenministerium hat die Zustimmung für 1,127 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel für die Erschließung von Bauflächen auf dem ehemaligen Bauhofgelände Munketoft im Sanierungsgebiet „Südstadt/Bahnhofsumfeld“ erteilt. Der Betrag werde jeweils zu einem Drittel von Bund, Land und Stadt getragen, so das Ministerium. Auf den dann erschlossenen Grundstücken in attraktiver Innenstadtlage sollen rund 100 Wohneinheiten in verdichteter Geschossbauweise und eine Kita von Adelby 1 entstehen. Die Hochbauten sind als gemeinschaftliche Wohnprojekte von Baugemeinschaften geplant. „Mit der jetzt möglichen Herstellung der öffentlichen Erschließung durch die Stadt ist die Realisierung der Wohnprojekte einen großen Schritt weiter. Die Städtebauförderung leistet damit erneut einen wichtigen Beitrag zur Schaffung dringend benötigten Wohnraums in Flensburg“, erklärte Innenstaatssekretärin Kristina Herbst. Das Innenministerium unterstützt die Stadt seit 2013 bei der Umsetzung und Finanzierung der Sanierungsmaßnahme Bahnhofsumfeld. Insgesamt sollen in dem Gebiet bis zu 700 Wohnungen neu entstehen. Bislang wurden Bundes- und Landesmittel des Programms „Stadtumbau West“ von jeweils rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Zusammen mit dem städtischen Finanzierungsanteil steht somit derzeit ein Investitionsbudget von etwa 4,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Mittel sind für die Planung, für den vorbereitenden Grunderwerb, für Gebäudeabrisse und erste Erschließungsanlagen vorgesehen. Die Stadt rechnet für diese Sanierungsmaßnahme mit Ausgaben von insgesamt etwa 23 Millionen Euro, bei deren Finanzierung das Land die Stadt auch weiterhin unterstützen wird.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen