Langballig : Neue Exponate für Unewatt

Karen Precht, Gretchen Bartel, Dr. Hans-Werner Johannsen und Jochen Clausen beim Themenschwerpunkt 'Torfgewinnung' der Ausstellung 'Von Dammholm nach Unewatt' (v.l.). Foto: VDL
Karen Precht, Gretchen Bartel, Dr. Hans-Werner Johannsen und Jochen Clausen beim Themenschwerpunkt "Torfgewinnung" der Ausstellung "Von Dammholm nach Unewatt" (v.l.). Foto: VDL

Teile der "Sammlung Dammholm" werden erstmals ausgestellt. Landschaftsmuseum Angeln erinnert an Hans Heinrich Clausen.

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08. Mai 2013, 07:22 Uhr

Langballig | Am Anfang stand der Hühnerstall. Nicht mehr als solcher genutzt, wurde er 1976 von Landwirt Hans Heinrich Clausen aus Dammholm in Havetoftloit zum ersten Ausstellungsraum umfunktioniert. Aus diesen Anfängen entstand die größte volkskundliche Sammlung des Kreises. Nach Clausens Tod im 2002 und vorübergehendem Weiterbetrieb durch einen Förderverein übertrug seine Witwe Annemarie die rund 4000 Exponate dem Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt. Dorthin wurden sie im Sommer 2012 überführt, zunächst eingelagert und inventarisiert (wir berichteten).

An die Geschichte dieser Sammlung erinnerte nun Dr. Hans-Werner Johannsen, Vorsitzender des Kuratoriums der Kulturstiftung des Kreises, bei der Eröffnung der Ausstellung "Von Dammholm nach Une watt" im Marxenhaus des Museums. Das Besondere sei, dass sie thematisch abgeschlossene Bereiche umfasse. Dazu gehörten eine vollständige einklassige Dorfschule sowie eine Schuhmacherei, Sattlerei, Tischlerei und Schmiede. Im Zusammenhang mit dem Umzug des Volkskundemuseums vom Hesterberg in Schleswig nach Molfsee zeigte sich Johannsen aufgeschlossen für den Vorschlag, dortige Exponate, die aus Angeln stammen, nach Unewatt zu holen. Allerdings müssten dafür die räumlichen Kapazitäten geschaffen werden.

Für die Arbeitsgemeinschaft Volkskundliche Sammlungen im Kreis freute sich Vorstandsmitglied Gretchen Bartel aus Wagersrott, dass es gelungen ist, die Dammholmer Sammlung zusammenzuhalten und nach Unewatt zu holen. Für die Familie sagte Antje Gimm, Nichte des Ehepaares Clausen und krankheitsbedingt nur kurz anwesend, dass "das Lebenswerk meines Onkels" eine angemessene neue Heimat gefunden habe. Museumsleiter Jochen Clausen erinnerte an den großen Aufwand bei der Überführung der Exponate und dankte den vielen Helfern und einigen Sponsoren für die Unterstützung.

Das Konzept stammt von Museumsmitarbeiterin Karen Precht. Gezeigt werden ausgewählte Exponate der Dammholmer Sammlung, die jeweils mit einem thematischen Schwerpunkt auf den fünf Museumsinseln vertreten sind.

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