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Flensburger Tageblatt

18. November 2017 | 02:07 Uhr

Maasholm : Neue Brücke für 2,2 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Maasholm sucht für die Bauzeit Anlegestellen für Seenotretter und Fahrgastschiffe.

shz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 13:43 Uhr

Maasholm | „Die Ausschreibung läuft, Submission ist am 14. Juli“, teilte während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Bürgermeister Kay-Uwe Andresen mit. 2,2 Millionen Euro werden für die Erneuerung der Schumacher-Brücke veranschlagt – und es haben sich bereits 15 Anbieter beworben. Wenn alle Formalitäten erledigt seien, so der Bürgermeister weiter, könne mit der Maßnahme im September dieses Jahres begonnen werden. Doch bevor neu gebaut werden könne, sei erst der Abriss der alten Brücke notwendig. Andresen: „Wenn alles so läuft, wie es geplant ist, kann die neue Schumacher-Brücke Mitte Mai 2018 fertig sein.“

Wie auch immer sich der tatsächliche Zeitplan gestalte – auf jeden Fall werde es in dieser Angelegenheit Einwohnerversammlung geben, versprach Andresen. Fest stehe, dass dieses Vorhaben viel Arbeit für den Hafenausschuss bedeute. „Dabei muss auch abgeklärt werden, wo während der Abriss- und Bauphase der Seenotrettungskreuzer und die Fahrgastschiffe anlegen können“, sagte der Bürgermeister.

Und dann war einmal mehr der Zustand der sanierten und im Juli 2012 eingeweihten Kahnstellen ein Thema, das die Gemeindevertretung beschäftigte. Etliche dieser Kahnstellen sind schon wieder sanierungsbedürftig. Nach Einschätzung des Bürgermeisters ist der Grund klar: „Da ist etwas falsch gemacht worden. Und wir haben nicht das bekommen, was und wie wir es uns vorgestellt haben.“ Ob diese Einschätzung auch rechtlich durchhält, ist fraglich, längst sind Gutachter und Juristen mit dem Fall beschäftigt. Das einzige, was die Gemeinde bisher erreicht hat, ist eine Verlängerung der Gewährleistungsfrist. Zurzeit bleibt keine andere Möglichkeit, als auf ein Urteil zu warten.

Den Punkt Mitteilungen hatte Kay-Uwe Andresen genutzt, um darauf hinzuweisen, dass das Amt Geltinger Bucht auf der Suche nach Schiedsmännern und -frauen sei. Das sei keine leichte Aufgabe, aber ein wichtiges Ehrenamt, erklärte er.

Bei der zweiten Änderung des Bebauungsplanes „Maasholm-Dorf“ ging es um „die Zulassung von Dingen, die bisher nicht zulässig waren“. Die dazu eingegangenen Stellungnahmen wurden zur Kenntnis genommen und berücksichtigt, sodass dem Satzungsbeschluss nichts mehr im Wege stand.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Überlegung, für Oehe eine Außenbereichssatzung auf den Weg zu bringen. Dabei geht es um den Bereich einer Koppel des Gutes Oehe, die vom Wanderweg der Gemeinde begrenzt wird. „Wir haben lang darüber gegrübelt und darauf rumgekaut“, so der Bürgermeister. Er gab zu bedenken, dass die „Zersplitterung einer Splittersiedlung“ ein Bremsklotz für die weitere Entwicklung sei. Dennoch soll eine Außenbereichssatzung aufgestellt werden. Von den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange hänge ab, ob daraus etwas werde. Die Kosten für das Verfahren trägt laut Bürgermeister der „Planungsbeauftragte“.

Im weiteren Verlauf der Sitzung überreichte der Bürgermeister Jürgen Führing als neuem Maasholmer Wehrführer die Ernennungsurkunde. Und dann gab es noch einen für den Brandschutz in der Gemeinde wichtigen Beschluss: Die Gemeindevertreter stimmte dem Kauf einer Wärmebildkamera zu. Dafür stellten sie knapp 2000 Euro bereit.


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