Neue Blicke auf Stadt und Förde

Blaue Stunde: Das östliche Fördeufer mit der St. Jürgen-Kirche (l.) und der Goethe-Schule – beide angestrahlt – bei nahezu völliger Windstille im Fördetal.
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Blaue Stunde: Das östliche Fördeufer mit der St. Jürgen-Kirche (l.) und der Goethe-Schule – beide angestrahlt – bei nahezu völliger Windstille im Fördetal.

Fotograf Thomas Raake stellt am 25. Oktober sein neues Flensburg-Buch vor / Ungewohnte Perspektiven und atmosphärisch dichte Bilder

shz.de von
19. Oktober 2016, 12:27 Uhr

Der sanierte „Krahn“ im Museumshafen trägt noch seine Richtkrone. In der beleuchteten Werfthalle liegt einer der jüngsten Neubauten. Mit seinem neuen Flensburg-Buch zeigt der Fotograf Thomas Raake ganz junge Entwicklungen in der Fördestadt, die sich auf das Stadtbild auswirken. Dazu kommen Ansichten, die sich seit Jahrzehnten oder noch länger nicht verändert haben.

Dafür hat Raake besondere Perspektiven oder Lichtverhältnisse gewählt. Und immer wieder macht er auch seine große Leidenschaft für Luftbilder deutlich. Gleich am Anfang zeigt er auf einem einzigen Bild, aufgenommen aus 3300 Metern Höhe, nahezu die gesamte Stadt – vom Fördepark im Süden bis zum alten Danfoss-Areal im Norden; der Blick geht dann noch weiter bis ans Nordufer der Förde, sogar die Ochseninseln sind zu sehen.

Am kommenden Dienstag, 25. Oktober, stellt Raake das im Wartberg-Verlag erschienene Buch, für das er auch die Texte geschrieben hat, bei Bücher Rüffer am Holm vor. Dann wird man ihm sicher auch die Frage stellen, warum die Texte in dem Buch außer auf Deutsch und Englisch auch noch auf Spanisch enthalten sind. Er selbst hätte sie lieber

auf Dänisch gehabt, aber der Verlag habe sich für die Weltsprache Spanisch entschieden.

Raake hat für die 64 Seiten eine räumliche Aufteilung nach den vier Himmelsrichtungen gewählt; dazu kommen der Hafen und die Innenstadt. Dabei arbeitet er anschaulich den Kontrast zwischen Alt und Neu heraus: links die Bergmühle, rechts der Skatepark der Sportpiraten, dazu die historische, aber modernisierte Walzenmühle.

Neben den unverzichtbaren „klassischen“ Ansichten wie der Oluf hat Raake einen klaren Schwerpunkt auf ungewohnte Blickwinkel gelegt. Die fast leere Bahnhofshalle zeigt, warum diese als architektonische Besonderheit gilt. Der nächtliche Idstedt-Löwe wurde mit Handlampen illuminiert, über der Johanniskirche blinken einige Sterne. Natürlich dürfen weder die Abfüllanlage der Flensburger Brauerei, die voll besetzte Flens-Arena, die Klassiker-Werft von Robbe & Berking, das Kraftfahrtbundesamt und das neue sh:z-Medienhaus fehlen.

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