Fährschiff für Irish Ferries : Neubau der FSG: Auslieferung der W.B. Yeats verzögert sich womöglich

Die „W.B. Yeats“ wird derzeit endausgerüstet. Der nächste Neubau wartet bereits in der Werfthalle auf den Stapellauf.

Die „W.B. Yeats“ wird derzeit endausgerüstet. Der nächste Neubau wartet bereits in der Werfthalle auf den Stapellauf.

Fähre wird vielleicht später fertig als geplant, weshalb die Reederei einige Fahrten gecancelt hat.

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24. April 2018, 09:28 Uhr

Flensburg | Die neue Fähre für Irish Ferries, die „W.B. Yeats“, wird womöglich später fertig als bisher geplant. Das teilte die Reederei in einer Pressemitteilung am Montag mit. Demnach habe die Flensburger Schiffbau Gesellschaft (FSG) bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass es unter Umständen zu Verzögerungen bei der Auslieferung komme.

Eigentlich sollte der Neubau der FSG im Juni an die irische Reederei überstellt werden. Jetzt hat Irish Ferries die bereits mit der „W.B. Yeats“ geplanten Überfahrten im Juli gestrichen. Es betrifft die Überfahrten von Dublin (Irland) nach Cherbourg (Frankreich) zwischen dem 12. und 29. Juli. 2300 betroffene Kunden würden informiert, teilte die Fährgesellschaft mit. Den Fahrgästen werde entweder der Ticketpreis erstattet oder eine Umbuchung auf eine andere Fähre ermöglicht. Zwischen Cherbourg und Dublin pendelt die „Oscar Wilde“, die ehemalige Kiel-Oslo-Fähre „Kronprins Harald“.

 

Die Baunummer 771 ist kein gewöhnlicher Neubau. Sie ist eine Hoffnungsträgerin. Die „W.B. Yeats“, ausgelegt für fast 2000 Passagiere, 1200 Autos oder 150 Lkw-Trailer, ist ein Schiff des Handels und freien Personenverkehrs in Zeiten nationaler Abschottung. Den größten Teil ihres Verkehrs wickelt Irish Ferries über den zweitgrößten britischen Fährhafen in Holyhead/Wales ab – dort könnte ab März 2019 das Geschäft schwieriger werden. Fachleute zählen den Hafen zu den größten Verlierern des Brexit. Vor diesem Hintergrund ist das Millionen-Investment sowohl Wagnis als auch Manöver, um Turbulenzen abzufedern. Die „W.B. Yeats“ wird zwischen Dublin und Cherbourg fahren. Ihre Zuversicht dokumentierten die Iren, indem sie am 1. Januar bei der FSG eine zweite Order über ein noch größeres Fährschiff platzierten. Aktuell stehen noch vier weitere Aufträge in den Büchern, die australische TT-Lines hat eine Absichtserklärung für den Bau zweier Fähren abgegeben.

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