Stoltebüll : Neuanfang mit Jörg Stuve

Kutschenausstieg-Hilfe für Hans-Jürgen Schwager leisteten der neue Bürgermeister Jörg Struve (r.) und seine beiden Stellvertreter Karen Tüxen und Michael Leszinski (li.).
Kutschenausstieg-Hilfe für Hans-Jürgen Schwager leisteten der neue Bürgermeister Jörg Struve (r.) und seine beiden Stellvertreter Karen Tüxen und Michael Leszinski (li.).

Der 47-Jährige wurde einstimmig zum neuen Bürgermeister von Stoltebüll gewählt

shz.de von
21. Juni 2018, 14:05 Uhr

Nach 28 Jahren als Bürgermeister von Stoltebüll gehört die Ära Hans-Jürgen Schwager nun der Vergangenheit an. Seit 1970 mischte er in der Kommunalpolitik mit und hatte nicht wieder kandidiert. Nun machte er Platz für den 47-jährigen Jörg Struve, seinen bisherigen ersten Stellvertreter. Schwager nutzte die Gelegenheit zu einem launigen Rückblick. Dieser war sehr emotional, nicht zuletzt auch deswegen, weil „halb Stoltebüll“ gekommen war, um sich vom Bürgermeister zu verabschieden. Erst mit der Kutsche durchs Dorf, dann ein Spalier der Feuerwehr: Das hatte den Ex-Bürgermeister zunächst sprachlos gemacht, aber verdeutlicht, dass die Stoltebüller ihn gerne haben. „Ich bin nicht mehr euer Bürgermeister“, sagte Schwager zum Abschied.

Sein Nachfolger Jörg Struve steht einer Gemeindevertretung vor, deren Anzahl sich wegen des Einwohnerschwunds von bisher elf auf neun Mitglieder reduziert hat. Schwager, so Struve, hinterlasse große Spuren. Für ihn, seines Zeichens Landwirt, stehe fest, dass er die anfallende Arbeit verteilen werde, wobei er auf den einen und anderen Rat seines Amtsvorgängers hoffe. Stellvertreterin des neuen Bürgermeister ist die 38-jährige Karen Tüxen, die der Gemeindevertretung seit zehn Jahren angehört. Zum zweiten Stellvertreter wurde Michael Leszinski gewählt. Der 66-Jährige – seit 24 Jahren Gemeindevertreter – hatte dieses Amt bereits inne und wies darauf hin, dass er sich als alleiniger SSW-Vertreter der Fraktion der Kommunalen Wählergemeinschaft angeschlossen hat.

Neu in der Gemeindevertretung war für die Wählergemeinschaft „Aktiv für Stoltebüll (WAS) Klaus Günter Michelsen. Als er erklärte, dass er aus gesundheitlichen Gründen nach Ende der Sitzung sein Mandat zurückgeben werde, wurde es still. Dieser Rücktritt hatte zur Folge, dass die Besetzung der Ausschüsse von der Tagesordnung genommen wurde. Das wird nachgeholt, wenn Thomas Henningsen als Nachrücker bei der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung verpflichtet wird. In diesem Zusammenhang beantragte Claus Messer namens der WAS, dass den Ausschüssen künftig auch bürgerliche Mitglieder angehören sollten.

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