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Flensburer AVS : NDR Bigband – Profis gehen in die Schule

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In die Auguste-Viktoria-Schule kamen die Hamburger Musiker kamen mit einer Entourage von Ton- und Lichttechnikern.

Seit über 40 Jahren ist die NDR Bigband eine Instanz, die ein umfassendes Jazz-Repertoire bedient und regelmäßig Weltstars zu Konzerten nach Norddeutschland holt. Wer auf diesem Niveau Musik macht, weiß auch, wie wichtig es ist, den Nachwuchs möglichst früh für den Jazz zu begeistern und bei der Entwicklung zu unterstützen. Deshalb pflegt die Bigband den Kontakt zu Nachwuchsmusikern durch jährliche Besuche von Schul-Bigbands, die schon manchen Musiker von Rang und Namen in die Startposition gebracht haben.

Am Freitagabend nun in der Auguste-Viktoria-Schule: Die Hamburger Musiker kamen mit einer Entourage von Ton- und Lichttechnikern, die die Aula in einen festlich beleuchteten Raum verwandelten und Bläserpower wie zarte Klänge kunstgerecht umsetzten.

Doch bevor die Profis die Bühne betraten, stellte Dirigent Christian Spevak „La Banda Viktoria“ vor und präsentierte humorvoll eine Auswahl lateinamerikanischer und afro-karibischer Rhythmen vom Salsa über ChaChaCha bis zum Calypso. Die 15- bis 20-jährigen Schüler hatten richtig viel geübt, spielten fehlerfrei, und man konnte deutlich das eine oder andere Talent heraushören. Die Sängerinnen Jana und Chamim hatten sichtlich Freude auf der Bühne und teilten sich Solo- und zweistimmige Gesangsparts. Im letzten Stück mischte sich der Hamburger Posaunist Klaus Heidenreich ein und leitete zum 2. Set über.

Mit dem norwegischen Komponisten und Saxofonisten Geir Lysne aus Norwegen haben sich die versierten Musiker für einen ausgesprochen kreativen neuen Bandleader entschieden, der im Programm „History Of Big Band Jazz“ mit Titeln von Count Basie bis Maria Schneider die Individualität der Musiker hörbar herausforderte. Er dirigierte einerseits mit großer Zurückhaltung und öffnete den Raum für mehrstimmige ausufernde Improvisationen, stellte sich andererseits auch direkt ins Orchester, um instrumentale Bewegungen hervorzuheben. Dies gelang ganz fantastisch in „The Chicken“ von Pee Wee Ellis, einst durch den legendären Bassisten Jaco Pastorius verbreitet. Durch ein Trompetensolo von Claus Stötter driftete das Stück mit höchsten Tönen in eine herrliche Verrücktheit ab. Auch in „Somewhere over the rainbow“ kamen die großartigen Gastmusikerinnen wie Lisa Wulff und Sandra Hempel zum Zuge, während der bekannte dänische Drummer Morten Lund das Geschehen hellwach und filigran begleitete. Enthusiastischer Beifall von 250 Zuhörern.

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erstellt am 26.Feb.2017 | 08:49 Uhr

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