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Flüchtlinge : Nächste Unterkunft Kanzleistraße

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

An der alten Löhmannschule sollen kurzfristig 140 Plätze entstehen – damit reichen die Planungen für 1600 Flüchtlingswohnplätze.

Flensburg | Keine Stunde war es her, dass der Hauptausschuss in öffentlicher Sitzung beschlossen hatte, über neue Standorte für Flüchtlingsnotunterkünfte künftig selbst zu bestimmen, anstatt wie zuletzt die Stadtverwaltung entscheiden zu lassen: Schon stand im nichtöffentlichen Teil der nächste Standort auf der Tagesordnung. An der Kanzleistraße, auf der Wiese südlich der Turnhalle der früheren Löhmannschule, sollen kurzfristig Unterkünfte für 140 Geflohene entstehen. „Das zweistöckige Wohngemeinschaftshaus sieht so aus wie ein schwedisches Blockhaus“, erklärte Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Günstig an dem Standort, der seit Kurzem „Bildungszentrum am Sandberg“ heißt und neben der kleinen Paulus-Paulsen-Schule auch Teile der Volkshochschule (VHS) beherbergt, ist aus städtischer Sicht, dass es der Zweifeldhalle Sportmöglichkeiten gibt, und dass die VHS hier Deutschkurse anbietet.

Nach Tageblatt-Informationen sollen zunächst 70 Wohnungen im Erdgeschoss errichtet werden und später in einem zweiten Schritt weitere 70 als Obergeschoss entstehen. Den Erstbezug hält die Stadt offenbar innerhalb weniger Wochen für möglich. Die Vermessungsarbeiten sind bereits abgeschlossen, das Grundstück auf dem früheren Löhmannschulsportplatz ist schon abgesteckt. Teschendorf bestätigte, dass dieser Standort schon vor den beiden großen am Friedensweg (550 Plätze maximal) und Am Sophienhof (380) bezogen werden könnte. Die schwedischen Holzhausmodule, die für die Kanzleistraße vorgesehen sind, sollen mehrere Jahre als Flüchtlingsunterkünfte dienen – also nicht so lange wie die in Weiche geplanten Holzständerbauten, aber länger als die Container auf der Exe, die nach zwei Jahren wieder weichen sollen.

Ellen Kittel-Wegner (Grüne), die am Dienstag die Sitzung des Hauptausschusses leitete, kann sich auch vorstellen, dass an einem großen Standort wie dem Friedensweg langfristig nicht nur Flüchtlinge wohnen: Sie erklärte auf Anfrage: „Wenn wir genügend dezentrale Standorte finden, dann könnte in Weiche zum Beispiel auch mit Wohnungen für Studenten gemischt werden.“

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erstellt am 06.Nov.2015 | 08:00 Uhr

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