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Start in Wyk auf Föhr : Nach Tod des Piloten: Spurensuche am Wrack geht weiter

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Nach dem Absturz einer einmotorigen Propellermaschine geht die Suche nach der Ursache weiter.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2015 | 08:02 Uhr

Lindewitt | Am Tag nach dem Tod eines Privatpiloten ist in Lindewitt (Kreis Schleswig-Flensburg) die Suche nach der Absturzursache am Donnerstag fortgesetzt worden. Ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und Flensburger Kripobeamte sichteten das Wrack der Piper und die vielen Trümmer, die in einer Schneise von über hundert Metern verstreut liegen. Kartenmaterial, das offenbar herausgeschleudert worden ist, wurde sichergestellt.

Pilot Jürgen P. (49) aus Wyk auf Föhr war bei gutem Flugwetter von der Nordseeinsel gestartet und über dem Festland in dichten Hochnebel geraten. Eine Zeugin berichtete, sie habe das Flugzeug kreisen hören, bevor es Baumwipfel  streifte, ins Trudeln geriet und zehn Meter vor ihr zerschellte. Es sei sofort in Flammen aufgegangen. Von den Feuerwehrleuten, die an der Absturzstelle löschten, mussten etliche nach dem Einsatz psychologisch betreut werden. Der Pilot war in dem brennenden Wrack bei Bewusstsein, wurde erst von Anwohnern herausgezogen.

Der CDU-Stadtvertreter und Geschäftsführer einer Klinik und eines Hotels, erlag in der Lübecker Uniklinik seinen Verletzungen. Er hatte den Flugschein ein Jahr, galt aber als Vielflieger, der gerne lange Strecken absolvierte. Von der gefährlichen Wetterlage muss er gewusst haben. Sie war der Grund, warum er sein Ziel im Kreis Ostholstein nicht direkt anflog, sondern zunächst Flensburg ansteuerte. Der BFU-Experte: „Mit Ermittlungsergebnissen ist erst in einigen Wochen zu rechnen.“

In einer ursprünglichen Version dieses Artikels war die Rede davon, dass ein Feuerwehrmann den Piloten aus dem Wrack holte. Diese Angabe entspricht nicht den Tatsachen. Es waren Anwohner, die den Mann retteten. 

 

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