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Hafenfest : Nach 16 Jahren: Die Sail Flensburg kehrt zurück

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Windjammer und Würstchen: Die Nachfolgerin des Nautics-Hafenfestes knüpft mit einem Großprogramm im Juli 2016 an zwei legendäre Feiern an.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2015 | 12:17 Uhr

Flensburg | Flensburg kennt viele schöne Segelfeste, aber an zwei Termine denken viele Flensburger besonders gern. Die Sail 84 zum 700-jährigen Stadtjubiläum und die Sail 2000 zum Jahrtausend-Wechsel. 16 Jahre danach lebt die Marke Sail Flensburg wieder auf. Die  Firma „Volldampf“, Ausrichterin des legendären Dampfertreffens  Dampf Rundum, setzt im nächsten Jahr Segel. Vom 8. bis 10. Juli  findet im Hafen die Sail 2016 statt.  Erwartet werden viele Rah- und Gaffelsegler – und 300.000 Besucher.  

Die neue Großveranstaltung befindet sich thematisch ganz in der Nähe einer älteren Großveranstaltung. Auf der Internet-Homepage wird die verwandtschaftliche Beziehung klar. Die Sail 2016 kommt als Fortführung der Flensburg Nautics, die 2002 bis 2014 im Zwei-Jahres-Rhythmus  gefeiert wurde. Und Regie führt, wie schon bei den Nautics, der professionelle Veranstalter Michael Reinhardt.

Mit  seiner Sail 2016 – auch sie ein Hafenfest im Zwei-Jahres-Rhythmus – will der Flensburger ein bisschen Ballast über Bord werfen und viel Bewährtes fortführen. Ballast ist die Episode, als die  eigentlich stets gut besuchte und beliebte Nautics wegen Querelen im Hintergrund bei Verwaltung und Politik in Ungnade fiel. Die Stadt glaubte,  sie könnte neue Veranstalter eines neuen großen Hafenfestes finden, doch die europaweite Ausschreibung erwies sich als Schuss in den Ofen. Niemand wollte sich in Flensburg engagieren – der ausgelobte Zuschuss von 9000 Euro war wohl nicht auskömmlich genug. Die Stadt beschloss, das Geld unter kleineren Veranstaltern aufzuteilen.

Jetzt kehrt das große Hafenfest auf die Veranstaltungsbühne zurück. Mit neuem Namen – und ohne Zuschuss.  Viele schöne große   Schiffe, Yachten und Arbeitsschiffe –  moderne und traditionelle –, ein großes maritimes Programm,  Musik auf drei Bühnen, Ökumenischer Gottesdienst, Entspannung in vier thematisch unterschiedlichen Oasen, Volksbelustigung, Bürgerbegegnung, Bürgerbewegung, Lesungen, Kulinarische Meile, Kinderbespaßung,  Information und Integration  – die Bauteile der Sail sind mit denen der Nautics teilweise identisch.

Reinhardt legt  Wert darauf, dass er nicht mehr als Co-Organisator mit seinem langjährigen Partner Hans-Jürgen Edelhoff antritt. Er  verweist stattdessen auf ein  Bündnis mit etlichen Partnern, das von den Stadtwerken bis zum Schifffahrtsmuseum reicht. „Wir sind breit aufgestellt,   und ich bin nur ein Mitorganisator“, betont er.   Edelhoff ist natürlich auch mit im Boot.  Die Akquise des Maritim-Veranstalters für Chartertörns anlässlich der Sail Flensburg 2016 ist längst im Gange.

Von Geld spricht er nicht. Sicher wird ihm der städtische Zuschuss fehlen, der in vergangenen Jahren umgehend an die Stadt für deren Dienstleistungen zurückgeflossen ist.  Aber wäre das Risiko zu hoch, würde er zweifellos diese Großveranstaltung nicht am Leben halten wollen. Reinhardt war es stattdessen wichtiger, einen Strich unter die Geschichte einer siebenmaligen Großveranstaltung zu ziehen, deren Name nach zwölf  Jahren und ein paar Turbulenzen    an Glanz verloren hatte.

Mit der namentlichen Zäsur kam auch ein neues Datum. Die Veranstaltung rutscht aus dem August in den Juli. „Flensburg hat dann noch nicht, viele andere Bundesländer aber schon Ferien“, sagt Reinhardt. „So ist sicher gestellt, dass auch die Einheimischen mitfeiern können.“

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