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Musikalische Reise von der Wiener Klassik bis zum heißblütigen Flamenco

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Grundhof | Auf eine musikalische Reise "durch Zeit und Raum" nahm das "Duo Panarpeggio" sein Publikum mit, das auf Gut Lundsgaard sogar die Treppenstufen bevölkerte. Der gepflegte Gutshof, dessen englisch anmutender Park sich in der Pause zum Flanieren anbot, war der passende Ausgangspunkt für die musikalische Reise, die vom großen Thomaskantor aus Leipzig bis zum Tangokönig aus Buenos Aires reichte. Uwe Hildebrandt (Querflöte) und Magnus Panek (Gitarre), die das "Duo Panarpeggio" bilden, wechselten mit hohem Qualitätsanspruch mühelos musikalische Stilrichtungen und Zeiten und informierten unterhaltsam ihre Zuhörerschaft über Hintergründe und Herkunft der einzelnen Stücke.

Munter und blitzsauber musizierten sich die beiden von J.S. Bach zu Franz Schubert, von dessen volksmusikartigen Tänzen zum heiteren italienischen Abendlied eines Francesco Molino. Claude Debussys bitter-süße Geschichte des in die Nymphe Syrinx verliebten Hirtengottes Pan war für Uwe Hildebrandt die Plattform, auf der er als Solist mit seiner Flöte glänzen durfte. Einfühlsam machte er Debussys impressionistischen Stil deutlich, bis in die feinsten Nuancen.

Von der Antike spazierte das Duo weiter in die Neuzeit zu Maurice Ravel und seiner spanisch-kubanisch anmutenden "Habanera". Der nächste Zeit-Sprung beförderte Musizierende und Zuhörer nach St. Petersburg in das Jahr 1825, wo ausgerechnet ein Spanier, Fernando Sor, der "Schubert der Gitarre", ein russisches Volkslied zu einer Romanze verarbeitet hatte. Der Salzburger Anton Diabelli, Komponist, Gesangslehrer und Musikverleger, lieferte zum Beginn des 19. Jahrhunderts drei Stücke für Flöte und Gitarre voll italienischer Lebensfreude, gepaart mit echtem Wiener Charme. Dann durfte Magnus Panek mit seiner Gitarre Höchstleistungen zeigen, unverkennbar seine Lieblingsmusik, die spanische Klassik. Isaac Albeniz Hommage an Städte und Regionen seiner spanischen Heimat, im Original für Klavier solo geschrieben, ist bekannt; Magnus Panek zauberte bravourös die Schönheiten von Granada und Asturien auf seiner Gitarre herbei und brachte sogar ein wenig Flamenco-Feeling in den warmen Angeliter Sommernachmittag. Das konnte nur noch ein gemeinsamer "Tango Argentino" von Astor Piazolla übertreffen.

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