Hürup : Musik und Tanz zum Jubiläum

Der Männergesangverein Hürup mit Chorleiter Uwe Jensen (vorn, von links), dem Vorsitzenden Henning Knutzen und dem designierten Chorleiter Jan Eichwald.
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Der Männergesangverein Hürup mit Chorleiter Uwe Jensen (vorn, von links), dem Vorsitzenden Henning Knutzen und dem designierten Chorleiter Jan Eichwald.

Hüruper Männergesangverein feiert sein 150-jährigen Bestehen mit einem großes Fest – und einem plattdeutschen Theaterstück.

Es ist ein typisches Bild beim „Hüruper Sängerball“: Der Sohn tanzt gut gelaunt mit seiner Mutter, die Enkelin mit dem Opa und der Vater mit der Tochter. Seit Generationen krönt der Männergesangverein Hürup von 1867 mit dem Kultfest für Alt und Jung des ganzen Dorfes traditionell sein Veranstaltungsjahr. Dieses Mal endeten damit auch die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Chorjubiläum, was dem Anlass entsprechend gewürdigt wurde mit einem sensationell schnellen Vorverkauf der rund 200 Karten.

Der Vorsitzende Henning Knutzen bedankte sich bei allen Sängern und vor allem beim Chorleiter für ein „tolles und aufregendes Jahr 2017“ mit besonderen Konzerten und Auftritten und verkündete dann die überraschende Neuigkeit, dass 2018 ein Wechsel in der musikalischen Leitung bevorsteht. Spontan gab es stehende Ovationen für den Dirigenten Uwe Jensen. Bei seinem erfolgreichen Debüt beim anschließenden Chorauftritt stellte der designierte Nachfolger Jan Eichwald schon gleich sein Können am Klavier unter Beweis. Die „Jugend“ des künftigen Chorleiters weckte beim Vorsitzenden die Hoffnung, den Altersdurchschnitt im Verein ein wenig senken zu können: „Zehn bis zwölf junge Sänger – das wär’ was!“

Der Männerchor präsentierte in bewährter Weise Kostproben seines Repertoires. Mit dem Walzer „Herrreinspaziert…“ von Carl Michael Ziehrer „fing die Show an“. Es folgten populäre Klassiker wie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und „New York, New York“. Grandioser Höhepunkt nach einem Schlagermedley von Udo Jürgens war der von Uwe Jensen arrangierte „Rock’n Roll op platt“ mit der „eigens für Hürup gedichteten“ Zusatzstrophe: „De ganze Dörp danzt sick in Schweet, de Nacht is kott, een jede weet!“.

Zum beliebten Standardprogramm des Sängerballs gehört seit jeher eine Aufführung der plattdeutschen Theatergruppe „De Hüruper Speeldeel“. Unter der Regie von Mathias Philipsen, selbst in der Rolle des Einbrechers Kalle Krause, zeigten die Laiendarsteller in dem Einakter „Vun Kaninken un anner Lüüd“ von Gunda Gey erneut ihr schauspielerisches Talent. Die Intrige von Wohnungsinhaberin Elisabeth Schütt (Inga Detlefsen), die ihre Mieterinnen (Frauke Schuur und Jana Böhm) aus der Wohnung drängen will, wird von Wachtmeister Hansen (Claus Nielsen) aufgedeckt. Weitere Farbtupfer der Geschichte boten Revuesängerin Chantalle (Marion Karstens) und Flüchtling Samira (Julia Böhm). Das Publikum dankte für unterhaltsame Dialoge und viel Situationskomik mit begeistertem Applaus.

Die flotte Live-Musik der Band „Top Line“ garantierte eine volle Tanzfläche bis zum frühen Morgen.


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