Musik für die Seele und "Bio-Burger" gegen den Hunger

Fans des Enzo-Festivals: Nikola Last (links) und Julie Pantel, beide 18 Jahre alt,  waren begeistert: 'Die Atmosphäre und die Musik sind einfach cool.' Foto: nom (2)
2 von 2
Fans des Enzo-Festivals: Nikola Last (links) und Julie Pantel, beide 18 Jahre alt, waren begeistert: "Die Atmosphäre und die Musik sind einfach cool." Foto: nom (2)

Avatar_shz von
18. Juli 2011, 03:59 Uhr

Wagersrott | Nun schon zum achten Mal begeisterte das Enzo-Festival Besucher aus der ganzen Region und weit darüber hinaus. Rund 1000 Festivalliebhaber strömten am Sonnabend auf die geräumige Wiese ins ländliche Wagersrott. Kurz hinter dem Ortsausgangsschild, direkt neben einer Kuhherde, feierten sie ihre ganz eigene Party. Auf Decken vor den zwei Bühnen oder auf dem geräumigen Parkplatz im Zelt oder Wohnwagen lauschten sie bei "Bio-Burgern" und "Bio-Bratwürsten" den unterschiedlichen Bands, die sich ab 14 Uhr das Gelände rockten.

Vor neun Jahren ist das Festival aus der Geburtstagsfeier des heute 23-jährigen Enzo Giovanni Panozzo hervorgegangen. Das familiäre und entspannte Ambiente ist seitdem geblieben, nur die Größe und der Zeitpunkt des Festivals haben sich verändert: Denn eigentlich hat Panozzo erst im September Geburtstag - und es sind inzwischen längst nicht mehr nur Freunde und Bekannte, die das Festival besuchen.

Zu hören gab es auch diesmal viel - und das meist ziemlich laut: Von Reggae über "Dream-Pop" und Hard Rock bis hin zu Liedermacher-Musik war alles dabei. "Hauptsache handgemacht" lautete das Motto, nach dem Panozzo die Bands auswählte und einlud. So war es kein Wunder, dass auch das Publiklum bunt gemischt war. Sowohl Familien und Bewohner der umliegenden Dörfer als auch Punks oder Metaller schlugen ihre Zelte auf, jubelten den Bands zu oder machten sich einfach einen entspannten Tag.

Veranstalter Enzo Panozzo, der Bands und Besuchern stets bei ihren großen und kleinen Problemen zur Seite stand, freute sich: "Wir hatten dieses Jahr sogar einen Musiker aus den USA dabei." Er zeigte sich mit dem Verlauf des Festivals sehr zufrieden.

Unter den 13 Bands, die auftraten, waren auch "Rafiki", eine Ska-Punk-Band aus Bayern und "Snakebite And The Bitten", eine Metal-Band aus Kopenhagen. Aber auch die Newcomer von "Onemillionsteps" aus Flensburg waren mit ihren "Dream-Pop"-Songs zu hören. Nora Oertel, Liedsängerin der Band, war beeindruckt: "Als wir die große Bühne sahen, meinten wir nur: Wow!" Die Bühne auf dem Enzo-Festival sei die größte, auf der sie bis jetzt gespielt haben - und der Auftritt habe auch deshalb viel Spaß gemacht. "Das Festival ist einerseits sehr freundschaftlich, andererseits auch sehr gut organisiert", lobte Oertel. Wenn es möglich sei, werde sie gern wiederkommen.

Die für das Festival typisch entspannte Atmosphäre machte sich auch bei dem Sicherheitsdienst bemerkbar, dessen Mitglieder aufgrund der wenigen Probleme eher der Musik lauschen konnten, als bei Raufereien eingreifen mussten. Thorsten Kirchner, Geschäftsführer von SDK Sicherheit Kirchner, erklärte: "Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art haben wir hier weder ein zu großes Alkohol- noch Gewaltproblem, da die Leute mit einer ganz anderen Einstellung hier ankommen." Es seien eben nicht nur Jugendliche zu finden, die auf Saufgelage aus seien, sondern auch Familien und andere friedliche Gruppen.

Die 18-jährige Julie Pantel fasste zusammen, was wohl die meisten Besucher dachten: "Die Atmosphäre und die Musik sind einfach cool." Sie sei schon zum zweiten Mal dabei und werde bis zur letzten Band bleiben. Auch Henning Bonde wusste genau, warum er nun schon zum dritten Mal dabei war: " Man trifft viele Leute, die man kennt, und Spaß ist garantiert." Auch die Musik sei natürlich ein Grund, warum er gern das Festival besuche.

Auf die Frage, ob auch im nächsten Jahr ein Enzo-Festival stattfinden werde, sagte Panozzo: "Diese Wiese steht leider nicht mehr zur Verfügung, aber mal schauen, was sich sonst so ergibt." Man darf also gespannt sein, ob und wo das Enzo-Festival im nächsten Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern wird.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen