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SHMF-Programm : Musik-Festival 2017: Kaum Klassik für Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fünf Konzerte an zwei Spielorten - zum Auftakt war Al Jarreau für das Deutsche Haus vorgesehen

Im gedruckten Programm steht er noch drin, eine ganze Seite ist ihm dort gewidmet, im Faltblatt findet man ihn auch: Al Jarreau sollte am 6. Juli im Deutschen Haus den Auftakt des Schleswig-Holstein Musik-Festivals bestreiten. Am 12. Februar starb der US-amerikanische Sänger, dessen Stern 1976 in Hamburg aufging und der wie kaum ein anderer die Grenzen zwischen den Genres genial verwischte. Auf der Website des SHMF hat der Trauerfall natürlich Eingang gefunden: „Das Konzert wurde ersatzlos gestrichen“, heißt es dort.

Doch auch Al Jarreau hätte den Trend, den das Festival in diesem Jahr für Flensburg vorgesehen hat, nicht umgekehrt. Im 30. Festivaljahr sind die Vertreter der klassischen Musik unter den Gästen in der Minderheit. Von den fünf verbleibenden Konzerten passen nur der Liederabend mit dem Tenor Klaus Florian Vogt im Deutschen Haus und der blechlastige Auftritt von German Brass in der Klassiker-Werft in die klassische Schublade. Und von den deutschen Blechbläsern weiß man, dass sie neben Bach und Gershwin gern auch mal Jazz und Pop blasen.

Für eine ganz andere Spielart der Blechmusik steht das österreichische Ensemble Mnozil Brass, das am 10. Juli das Festival in Flensburg einläutet. 1992 im Gasthof von Josef Mnozil in Wien aus der Taufe gehoben, gibt die Band mittlerweile 120 Konzerte im Jahr. „Wir spielen angewandte Blechmusik, und zwar für alle Lebenslagen. Wir stellen uns jeder Herausforderung, kein Ton ist uns zu hoch, keine Lippe zu heiß und keine Musik zu minder“, heißt es auf der Website des Septetts.

Gustav Peter Wöhler ist vor allem als Schauspieler bekannt, doch seit 15 Jahren ist er auch mit seiner Band unterwegs, mit der er Klassiker aus Rock, Pop, Jazz und Reggae interpretiert. Und noch einen singenden Schauspieler beschert uns das Schleswig-Holstein Musik-Festival in diesem Jahr: Dominique Horwitz singt Chansons der belgischen Legende Jacques Brel. Damit begann er 1997 und war mit dem Brel-Programm samt Band vor Jahren schon einmal in Flensburg. Doch mittlerweile bestreitet er das Brel-Programm mit der NDR-Radiophilharmonie unter Enrique Ugarte, die auch am 19. August im Deutschen Haus dabei ist.

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erstellt am 24.Feb.2017 | 07:55 Uhr

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