Kommunikation : Mr.Net Group: Impulse aus dem Kubus

Von 17 auf 150: Horst Bülck (li.)  und Michael Rohbeck setzen auch in der Krise auf Wachstum. Foto: Marc Euler
Von 17 auf 150: Horst Bülck (li.) und Michael Rohbeck setzen auch in der Krise auf Wachstum. Foto: Marc Euler

Minimalistische Architektur, maximale Leistung: An der Lise-Meitner-Straße hat die "mr net group" als Kommunikationsdienstleister ein neues Quartier bezogen.

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30. März 2009, 11:54 Uhr

Flensburg | Man kann schon Großfamilie dazu sagen. Eine Mutter, sechs Söhne, drei Väter, schönes Haus. "mr net group" steht auf dem Türschild - keine gewöhnliche Familie, aber eine mit Zukunft auf dem pulsierenden Markt der Anbieter von Dienstleistungen für Kommunikationsunternehmen.

Michael Rohbeck und Horst Bülck sind zwei glückliche Väter. Sie haben in den vergangenen dreieinhalb Jahren kräftig auf diesen Tag hingearbeitet. Vergangenen Freitag präsentierten sie Mitarbeitern und Kunden an der Lise-Meitner-Straße 4 ihr neues Firmengebäude und ein neues Corporate Design.

Das war notwendig geworden, wie Bülck, der frühere Kieler Wirtschaftsminister, und Rohbeck, der Komtel-Erschaffer, im Pressegespräch erklärten. "Als wir anfingen, waren wir 17, 18 Leute in einer Firma", sagt Bülck. "Jetzt sind wir 150." Mit den Mitarbeitern stießen auch immer mehr Firmen zur jetzt in den Ruhestand geschickten Mutter MR.NET. Die Synergie aus diesen Unternehmen, teils gegründet, teils gekauft, verschafft dem Flensburger Unternehmen eine einzigartige Position am deutschen Markt der Dienstleistungsanbieter im Telekommunikationsmarkt. "So etwas wie wir bietet kein Zweiter an", sagt Rohbeck.
Kunden von Lufthansa, Beate Uhse bis Stadtwerke Neubrandenburg
Die "mr net group" liefert vielfältigste Dienstleistungen für alle Unternehmen, die Informationen oder Mehrwertdienste mit dem Endverbraucher austauschen - ganz gleich ob Telefon, Internet oder Fernsehkabel. Das Kundenspektrum reicht von den Stadtwerken Neubrandenburg über Beate Uhse bis zu komplex strukturierten Großunternehmen wie Telegate oder der Lufthansa; das Spektrum der möglichen Dienstleistungen ist, glaubt man den "Vätern", ohne Begrenzung nach oben. Technische Produkte wie Voice-over IP (mit dem Systempartner Siemens Enterprise), die Einrichtung von Kommunikationssystemen für Mehrwertdienste und Service-Nummern auf der einen, Forderungsmanagement, Billing, Rating, und Inkasso auf der anderen Seite, alles aus einer Hand und seit Freitag letzter Woche auch aus einem Guss.

In enger Abstimmung mit der Flensburger Agentur "Hochzwei" wurde die "Corporate Identity" entwickelt - und auch das neue Haus in seiner minimalistischen, hellen Kubus-Architektur soll sich dem Gedanken professioneller Gelassenheit unterordnen. "Mit Sicherheit eines der schönsten Firmengebäude in Schleswig-Holstein", sagt "Vater" Rohbeck stolz. "Unsere Anforderung an den Architekten Volker Dücker war, ein Gebäude zum schaffen, das mit dem Unternehmen atmet. Wir müssen wachsen und schrumpfen können. Die zweite Forderung war, minimalistische, sachlich-industrielle Arbeitsumgebung zu schaffen, so dass unsere Mitarbeiter spüren, dass ihre Arbeit etwas Professionelles ist. "

Die Weltfinanzkrise hat in der mr-Familie noch nicht für graue Haare gesorgt. "Wir machen jährlich rund 30 Millionen Euro Umsatz", sagt Rohbeck. "Und wir blicken positiv in die Zukunft." Kommunikation in Zeiten der Krise hat eben zwei Seiten. Bülck erwartet wegen der angespannten Lage auf der Inkassoseite mehr Aktivitäten, auf der Kommunikationsseite eher weniger. "Wenn der Welthandel schrumpft, schrumpft auch die Kommunikation. Aber da fallen wir in kein Loch. Wir werden nur etwas langsamer wachsen."

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