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Wilhelm van de Loo

Zwischen Langballigau und Westerholz : Motorradlärm am Naturschutzgebiet: Anwohner fordern Tempolimit

Mehrere Übergänge machen den Abschnitt zusätzlich gefährlich – das Straßenverkehrsamt will aber nicht einschreiten.


von
2018-09-14 10:49:00.0, 2018-09-14 10:49:00.0 Uhr

Westerholz | Als Motorradrennstrecke mit ohrenbetäubendem Lärm erlebt Birgit Carstensen aus Flensburg häufig die Kreisstraße 97 zwischen Langballigau und Westerholz. Direkt daneben hat sie mit ihrem Mann Hans-Heinrich einen schönen Stellplatz für ihr Wohnmobil mit kurzen Wegen zum Strand und in das Naturschutzgebiet „Tal der Langballigau“ gefunden. Das Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer, gemeint sind vollgasgebende Motorradfahrer, führe allerdings zu massiven Beeinträchtigungen, die in diesem Sommer extrem gewesen seien. „Da wird entlanggedonnert, bis der Arzt kommt, und das – als neuer Sport – oftmals nur auf den Hinterrädern!“

Anwohner beobachten gefährliche Situationen an Straßenübergang

Um diese unerfreulichen Begleitumstände abzustellen, wandte sich Carstensen an die Straßenverkehrsbehörde beim Kreis und bat darum, die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h, die von Langballigholz bis Langballigau gilt, nicht nach der Aubrücke aufzuheben, sondern etwa 800 Meter bis zum Ortseingang von Westerholz weiter gelten zu lassen.

Zur Begründung verweist die pensionierte Lehrerin neben dem Wohnmobilstellplatz auf zwei Campingplätze in Westerholz unmittelbar neben der Straße und einen etwas weiter zurückliegenden in Langballigau. Zudem befinde sich an der Strecke ein häufig von Fußgängern und Radfahrern benutzter Straßenübergang in das Naturschutzgebiet. Dort komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Die Straßenverkehrsbehörde sieht nach Abstimmung mit der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr sowie der Polizei keine besonderen Umstände, die die beantragte Maßnahme zwingend erforderlich machten, erläutert Fachdienstleiter Jan Wiese: Geschwindigkeitsbeschränkungen dürften nur angeordnet werden, wenn eine Gefahrenlage bestehe. Und dafür seien keine konkreten Gründe erkennbar gewesen. Allgemeine Erwägungen und Vermutungen könnten keine Grundlage dafür sein.

Lärmschutz" bereits in Langballig

Diese Logik kann Carstensen nicht nachvollziehen und verweist auf die durchgehende Beschränkung der Geschwindigkeit auf 60 km/h im weiteren Verlauf der K 97 zwischen Westerholz und Streichmühle. Außerdem ginge es ihr nicht nur um Gefährdungen durch Unfälle, sondern auch um den Schutz vor unnötigem Lärm. Dass darin ein Grund für eine Geschwindigkeitsbeschränkung liege, zeige sich in Langballig. Dort seien nach dem Ortsausgangsschild Richtung Langballigau über etwa 500 Meter 50 km/h als Höchstgeschwindigkeit angeordnet mit dem ausdrücklichen Hinweis „Lärmschutz“. Auch diesen sieht sie als schützenswertes Rechtsgut.

Unterstützt wird sie in ihrer Argumentation von Rosemarie Mohr aus Westerholz. Sie wohnt auf Sonnholm unmittelbar oberhalb der Strecke und beklagt den seit Jahren oftmals unerträglichen Krach.

Westerholzer Bürgermeister kritisiert Messungen des Straßenverkehrsamts

Die Amtsverwaltung in Langballig teilte auf Nachfrage mit, die Gemeinden Langballig und Westerholz hätten schon mehrfach beantragt, auf der Strecke eine Beschränkung auf 70 km/h zu erreichen. Dies sei jedoch stets mit Hinweis auf das Ergebnis einer verdeckten Geschwindigkeitsmessung mit nur wenigen Überschreitungen abgelehnt worden. Über den Zeitpunkt der Messung, einen Dienstag im August 2013 von 9.15 bis 10.17 Uhr, kann der Westerholzer Bürgermeister Bernd Ertzinger allerdings nur den Kopf schütteln. „Dann ist sowieso kein Motorradfahrer unterwegs!“ Er und sein Langballiger Kollege Kurt Brodersen sprechen sich nach wie vor für eine Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem für den Tourismus bedeutsamen Bereich aus.

Westerholz | Als Motorradrennstrecke mit ohrenbetäubendem Lärm erlebt Birgit Carstensen aus Flensburg häufig die Kreisstraße 97 zwischen Langballigau und Westerholz. Direkt daneben hat sie mit ihrem Mann Hans-Heinrich...

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Kommentare

  • 12.09.2018 | 20:06 Uhr
    Uwe Gottwald

    Gotti1

    Ich habe vor einigen Jahren eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Hasselberg beantragt für eine Straße mit einer Fahrbahnbreite von nur 4,50 Metern . Diese wurde abgelehnt . Hier dürfen 100 km/h gefahren werden. Es wird nicht zu schnell gefahren(gemessen an einem späten Vormittag)und es ist seit mehreren Jahren kein Unfall passiert,so die Antwort von der Straßenverkehrsaufsicht in SL!!!

  • 12.09.2018 | 20:05 Uhr
    Uwe Gottwald

    Gotti1

    Ich habe vor einigen Jahren eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Hasselberg beantragt für eine Straße mit einer Fahrbahnbreite von nur 4,50 Metern . Diese wurde abgelehnt . Hier dürfen 100 km/h gefahren werden. Es wird nicht zu schnell gefahren(gemessen an einem späten Vormittag)und es ist seit mehreren Jahren kein Unfall passiert,so die Antwort von der Straßenverkehrsaufsicht in SL!!!

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