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Flensburger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 04:08 Uhr

Morgen: Die Flens-Story im NDR-Fernsehen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 00:33 Uhr

In der dreiteiligen Reihe „Unsere Geschichte – Made in Norddeutschland“ erzählt das NDR-Fernsehen von großen Unternehmen und Menschen, die darin arbeiten – von Gründern, Familientraditionen, aber auch von Mitarbeitern, die einen großen Teil des Lebens in „ihrem“ Unternehmen verbringen. Zum Auftakt am Mittwoch, 9. Oktober, um 21. steht 45 Minuten lang das „Flensburger - Das Bier mit dem Plopp“ im Mittelpunkt. 125 Jahre alt ist das Unternehmen in diesem Jahr geworden, eine der wenigen größeren Brauereien in Deutschland, die sich noch im Familienbesitz befinden. Gegen den Trend – bundesweit geht der Bierkonsum seit Jahren zurück – wuchs der Umsatz in den vergangenen Jahren. Wie kam es zu diesem kleinen Wunder im Norden? In seinem Film rekonstruiert Manfred Uhlig die erstaunliche Geschichte des Unternehmens.

„Manchmal war es schlicht ein Zufall“, sagt der Sprecher der Inhaberfamilien, Andreas Dethleffsen. So hatte sein Großvater Emil Petersen, der Namensgeber der Brauerei, in den 1970er Jahren die Zeichen der Zeit verschlafen. Statt wie die Konkurrenz auf den kostengünstiger zu produzierenden Kronkorken zu setzen, hielt er an der Produktion des Bügelverschlusses fest.

Und der wurde unerwartet zum Kult: Die prollige Comicfigur „Werner“, gezeichnet von Rötger Feldmann, machte den „Bölkstoff“ deutschlandweit bekannt – unter Studenten und Motorradschraubern. Zum größten Saufgelage in Schleswig-Holstein anlässlich eines Rennens zwischen Feldmanns Motorrad „Red-Porsche-Killer“ und dem Porsche seines Freundes „Holgi“ kamen 1988 mehr als 200 000 Menschen.

Es wurde überhaupt gern getrunken in der Geschichte der Brauerei: „Nach jeder Bierfuhre bekam der Fahrer vom Gastwirt ein Bier und einen Schnaps – die kippte er weg“, erinnert sich der ehemalige Bierfahrer Dieter Pawel. Über den Tag kamen so schnell 15 Gläser Bier und Schnaps zusammen.

Der Seniorchef der Brauerei, Hans Dethleffsen, erzählt, wie er mit seinem Schwiegervater an manchen Abenden 18 Flaschen Bier konsumierte – zum Missfallen seiner Frau.

Inzwischen herrscht in der Brauerei striktes Alkoholverbot. Die Mitarbeiter trinken nur noch Mineralwasser. Immerhin aus der Bügelverschlussflasche - und auch die macht „plopp“.

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