Rathaus Flensburg : Morgen Abend Klinik-Dialog: Trägerfrage im Zentrum

Das künftige Baugelände an der Peelwatt: 2025 soll hier Schleswig-Holsteins modernstes Klinikum stehen.
Das künftige Baugelände an der Peelwatt: 2025 soll hier Schleswig-Holsteins modernstes Klinikum stehen.

Konkurrenz um den Patienten sowie Zuständigkeits- und Kompetenz-Gerangel sind dem Patienten-Wohl abträglich.

Carlo Jolly. von
30. Januar 2018, 05:47 Uhr

Die Stadt lädt morgen um 18.30 Uhr zum öffentlichen Krankenhaus-Dialog in die Bürgerhalle des Rathauses. Bereits im Mai hatte Oberbürgermeisterin Simone Lange hier zu einer ersten Bürgerversammlung über die Entwicklung des Klinikstandortes eingeladen. In Anbetracht der fortschreitenden Planungen für den vom Rat beschlossenen Standort Peelwatt möchten die Akteure den Faden nun wieder aufnehmen. Die Stadt will über den aktuellen Sachstand in Sachen Neubau und die weiteren Schritte informieren. Außerdem wird sich das Podium den Fragen der Zuschauer widmen. Wie bei der ersten Runde werden vertreten sein: OB Simone Lange, Silke Seemann vom Kieler Gesundheitsministerium, Klaus Deitmaring vom Malteser-Krankenhaus St. Franziskus und Martin Wilde von der Diako.

Unterdessen hat sich die Flensburger FDP vor dem Klinik-Dialog noch einmal kundig gemacht: Mit Dr. Jörg Casper (ehemaliger ärztlicher Direktor des St. Franziskus) und Dr. Friedrich Wrede (ehemaliger Chefarzt der Diako) kamen Kenner beider Krankenhäuser zur FDP-Vorstandssitzung.

Casper brachte als positives Beispiel das Katharinen-Hospiz in die Diskussion ein, das in der Vergangenheit von beiden Trägern gemeinsam geführt wurde. Casper kann sich zwei Trägerschaften unter einem Dach in einer Art Holding-Gesellschaft durchaus vorstellen. Wrede dagegen nahm explizit Stellung für ein Klinikum mit einem Betreiber und einer Verwaltung. Beide unterfütterten ihren unterschiedlichen Standpunkt mit Argumenten aus der jüngsten Geschichte und der Gegenwart. Einigkeit herrschte dann wieder darin, dass die bestehende Konkurrenz um den Patienten sowie Zuständigkeits- und Kompetenz-Gerangel dem Patienten-Wohl abträglich sind.

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