Mitglieder haben "Vorbildliches geleistet"

Würdigten die Leistung des TSV: Wolfgang Buschmann (v.l.),  Hans-Heinrich Tramsen,  Marquard Gregersen,  Holger Jensen,  Jörg Hauenstein (2.  Vorsitzender),  Stefanie Pusch (Kassenwartin), Michael von Possel (Schriftwart), Jan-Nils Klindt  und Renate Pokriefke (3.  Vorsitzende). Foto: sup
Würdigten die Leistung des TSV: Wolfgang Buschmann (v.l.), Hans-Heinrich Tramsen, Marquard Gregersen, Holger Jensen, Jörg Hauenstein (2. Vorsitzender), Stefanie Pusch (Kassenwartin), Michael von Possel (Schriftwart), Jan-Nils Klindt und Renate Pokriefke (3. Vorsitzende). Foto: sup

Neuer Landrat Dr. Wolfgang Buschmann gratulierte dem TSV Hürup zum 100-jährigen Bestehen / Sporthalle soll Paul-Jensen-Halle heißen

shz.de von
12. Juni 2012, 07:11 Uhr

Hürup | "TSV Hürup - eine große Familie" oder "Ohne den TSV Hürup wäre es nur ein ganz normales Dorf". Nichts könnte die tiefe Verwurzelung des Sportvereins mit mehr als 650 Mitgliedern in der Gemeinde Hürup besser dokumentieren als diese Aussagen in den Sonderanzeigen der ortsansässigen Firmen zur offiziellen 100-Jahr-Feier am Sonnabend.

Der Vorsitzende Holger Jensen beschrieb kurz die Entwicklung des Vereins vom Gründungsjahr 1912 bis heute. Immer wieder habe es sportbegeisterte Frauen und Männer gegeben, die den Verein mit Leben erfüllt hätten. Er bedankte sich für die breite Unterstützung durch Amt, Gemeinde und Verbände, Vorstandskollegen, Übungs- und Spartenleiter, freiwillige Helfer und Sponsoren. "Ihr seid das Rückgrat des TSV!" Der ausdrückliche Dank des Vorsitzenden galt jedoch dem kürzlich verstorbenen Paul Jensen, der 37 Jahre (1957 bis 1994) dem Verein vorstand und sich immer mit Herzblut für die Interessen des TSV eingesetzt hat. In seine Amtszeit fiel der Erwerb des Sportplatzes 1971 und 1981 der Bau der Sporthalle.

"Junge Menschen lernen, sich an Regeln zu halten, und dass man mit ein wenig Anstrengung und Leistungswillen etwas erreichen kann", sagte der frisch gewählte Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, der Glückwünsche und Urkunden von Land und Kreis überbrachte. Er machte den vielen ehrenamtlichen Helfern im Verein das Kompliment, "in jeder Hinsicht Vorbildliches geleistet zu haben". Der Amtsvorsteher von Hürup und Kreistagsabgeordnete Hans-Heinrich Tramsen blickte als Bürgermeister der Gemeinde Husby "etwas neidisch" in die Vergangenheit und schilderte noch einmal das zähe Ringen um den Standort der Großsporthalle, für die Hürup schließlich den Zuschlag erhielt. Er lobte die mehrfach ausgezeichnete Jugendarbeit in Hürup, sie sei "beispielhaft für den Kreis". Speziell hervorzuheben sei hier das "Kleine-Kleckse-Lager" (KKL), ein Sommerzeltlager für rund 150 Kinder überwiegend aus dem Amt, das dieses Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet.

Als "Gratulant mit Lokalkolorit" würdigte Dr. Marquard Gregersen, Schatzmeister des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, ebenfalls die Bedeutung der attraktiven Jugendarbeit in Hürup. Diese Leistung werde auch in Kiel stark wahrgenommen, unterstrich der gebürtige Wesebyer. "Wenn Sie die Jugend nicht gewinnen, gewinnen Sie auch keine Zukunft für die Vereine." Wilfried Tetens, Vorsitzender des Kreishandballverbandes Flensburg (KHV), bestätigte, dass der TSV ein "liebes und gern gesehenes Mitglied der großen Handballfamilie im KHV Flensburg" sei und bedauerte nur, dass sich "Hürups erste Männer" gerade zum 100-jährigen Jubiläum wieder aus der Oberliga verabschieden mussten.

"Ohne Euch wäre Hürup nicht das, was es ist!", gratulierte Hürups Bürgermeister Jan-Nils Klindt dem TSV im Namen der Gemeindevertretung. Die engagierte Arbeit beschere den Bewohnern eine hohe Lebensqualität. Und das Phänomen in Hürup sei, dass Niederlagen im Spiel fast genauso gefeiert würden wie Siege, meinte Klindt und empfahl allen Anwesenden, einmal ein Handballspiel in der "Hölle Hürup" mitzuerleben. Großen Beifall rief die Bekanntgabe einer Entscheidung aus der jüngsten Gemeindevertretersitzung hervor. Die Sporthalle in Hürup soll den Namen "Paul-Jensen-Halle" erhalten.

Der gute Zusammenhalt der Mitglieder im Verein spiegelte sich auch beim großen Festball wider, als die rund 170 Gäste geduldig auf den DJ warteten, der in Vertretung für die nicht erschienene Band umgehend vom "entsetzten" Festausschuss engagiert worden war.

So wurde der Text in einer schwungvollen Gesangseinlage der "Handballmuddis" dann doch noch Wirklichkeit: "Das ganze Dorf kommt angerannt, wir feiern alle an die Wand!" Die intensive Jugendarbeit in Hürup hatte nachweislich stets auch einen erheblichen "Kuppeleffekt". Der Liebesbeweis eines Pärchens, das sich im Jugendausschuss gefunden hat, bildete den krönenden Höhepunkt des Abends - mit einem Heiratsantrag vor versammeltem Publikum.

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